Im Silverstone-Qualifying lässt sich Marc Marquez von Valentino Rossi zur Pole-Position ziehen. Der Honda-Star verneint, dass er das im Vorfeld so geplant hat.

Der Grand Prix von Silverstone ist das 120. MotoGP-Rennen in der Karriere von Marc Marquez. Und zum 60. Mal hat er im Qualifying die Pole-Position erobert. Somit startete er die Hälfte all seiner Rennen vom besten Startplatz aus. Kein anderer Fahrer hat in der Geschichte der Königsklasse so viele Pole-Positions wie Marquez erobert. Den Pole-Award bekam er übrigens von Jim Redman überreicht, der sechsmal in kleineren Klassen Weltmeister war.

„Ich freue mich über diese Pole-Position. Denn am Donnerstag hatte ich meine Zweifel, weil wir hier im vergangenen Jahr viel Mühe hatten“, sagt der Honda-Pilot nach dem Qualifying. „Aber seit der ersten Runde am Freitag war mir klar, dass wir vorne dabei sind. Der neue Asphalt funktioniert viel besser mit unserem Motorrad.“

Das Qualifying der MotoGP: GoPro British Grand Prix

Qualifying: Entscheidende Runde

In der entscheidenden Qualifying-Runde zum Schluss folgte Marquez Valentino Rossi um den Kurs. War das geplant? „Das hat sich so ergeben“, verneint der Spanier. „Wir sind aus der Box gefahren und waren beisammen. Hier kann man die Strategie kaum verändern, weil die Runde so lang ist. Man kann deshalb nicht so lange in der Box bleiben.“

„Ich hatte eine gute Strategie, um beim ersten Versuch keinen Verkehr auf der Strecke zu haben. Im zweiten Versuch waren dann alle am Ende der Boxengasse beisammen. Auf einem Monitor habe ich gesehen, dass alle in dieser Gruppe hinter mir im Klassement waren. Deshalb habe ich gewartet und in der letzten Runde angegriffen. Die Rundenzeit ist gut, aber der wichtige Tag ist morgen.“

Wie an praktisch jedem Rennsonntag zählt Marquez zum Kreis der Favoriten. Er rechnet mit mehr Gegnern als zuletzt in Spielberg: „Wenn man die Daten checkt, dann fahren die Yamaha-Jungs sehr gut und sind konstant. Vale, Maverick und Fabio. In FP4 war auch Rins nicht schlecht, aber Dovizioso ist derjenige, den ich kontrollieren muss.“

Der Ducati-Pilot qualifizierte sich für den siebten Startplatz und glaubt, dass Marquez am Sonntag der schnellste Fahrer ist und sich dahinter eine Gruppe mit den Yamahas, Rins und ihm selbst bilden wird. Marquez hat Dovizioso auf der Rechnung: „Schritt für Schritt kommt er nach vorne. Morgen werden wir es sehen. Mein Ziel ist es, um den Sieg zu kämpfen. Aber ich darf nicht verrückt sein. Ich muss innerhalb der Limits kämpfen und ins Ziel zu kommen. Das primäre Ziel ist es, vor ‚Dovi‘ ins Ziel zu kommen.“