Kritische Situation in Brünn: Die tschechische Regierung kürzt die finanziellen Mittel und riskiert, dass die MotoGP ab 2020 nicht mehr nach Tschechien kommt.

Am Montag wurde in Tschechien abgestimmt, dass die finanziellen Mittel für den MotoGP-Event in Brünn drastisch gekürzt werden. Damit ist die Zukunft des Traditionsrennens in Gefahr. Ohne entsprechende staatliche Zuschüsse ist die Durchführung des Events nicht möglich.

Nur 39 Millionen Kronen (entspricht 1,52 Millionen Euro) statt der benötigten 65 Millionen Kronen (entspricht 2,54 Millionen Euro) werden in Zukunft ausgeschüttet. Zu wenig, um den Grand Prix trotz über 200.000 Besuchern kostendeckend zu veranstalten.

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„Wir respektieren die Entscheidung der Regierung. Es ist ein klares Signal, dass die aktuelle Regierung kein Interesse daran hat, die Veranstaltung in Tschechien zu halten“, wird Bohumil Simek, der Präsident der Region Südmähren, von ‚Sport.cz‘ zitiert.

Nachfolger steht schon in den Startlöchern

Für die Dorna wäre Tschechien leicht zu ersetzen, obwohl der bestehende Vertrag über die Saison 2019 hinaus geht. Mit Finnland stünde ein potenzieller Nachfolger bereit. Der Termin im August wäre perfekt für das Rennen auf dem neuen Kymi-Ring.

Laut Simek hat Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta ohnehin kein Interesse mehr daran, die MotoGP in Brünn zu halten. „Er meinte, dass Tschechien einer der schlechtesten Partner ist. Und dass die Dorna nicht in Betracht zieht, den Vertrag zu verlängern, weil die Zahlungsmoral nicht so gut ist, wie sie sich wünschen“, so der Politiker.

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