Grund zum Feiern in Jerez: Der diesjährige Grand Prix markiert das 300. MotoGP-Event seit 2002 – und auch für die Rennen in Spanien ist es ein Jubiläum.

Mit dem Rennen auf dem Circuito de Jerez beginnt am kommenden Wochenende die Europa-Saison. Es wird ein ganz besonderes Jubiläum werden, denn einerseits ist es das 300. Rennen der MotoGP-Ära und andererseits das 400. Rennen auf spanischem Boden.

Außerdem wird eine Kurve nach Dani Pedrosa benannt. Pedrosa konnte sein Heimrennen viermal gewinnen. 2005 siegte er in der 250er-Klasse. 2006 fuhr er in Jerez bei seinem MotoGP-Debüt auf Anhieb auf den zweiten Platz. Und 2008, 2013 und 2017 holte er sich in der Königsklasse den Sieg.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Nun wird am kommenden Wochenende Kurve 6 nach Pedrosa benannt. Bisher trug diese Ecke den Namen „Dry Sac“. Sie befindet sich am Ende der längsten Geraden. In Kurve 6 spielte sich 1997 auch die berühmte Kollision zwischen Michael Schumacher und Jacques Villeneuve beim Formel-1-Finale ab.

In Jerez sind schon viele Kurven nach ehemaligen Motorsportstars benannt. Sito Pons (Kurve 5), Aspar für Jorge Martinez (Kurve 6), Alex Criville (Kurve 11), die Senna-Schikane sowie die Ferrari-Kurve (Kurve 12). Im vergangenen Jahr wurde der komplette Kurs zu Ehren von Angel Nieto benannt.

Lange Tradition im Motorrad-Sport

Spanien hat eine lange Tradition im Motorrad-Rennsport. Der erste Grand Prix wurde schon 1950 ausgetragen. Schauplätze waren seither der Montjuich Park in Barcelona, Jarama, Jerez, Montmelo, Valencia und Aragon. Addiert man die WM-Rennen aller Klassen, die auf spanischem Boden stattgefunden haben, kommt man genau auf die Zahl 397.

Der erfolgreichste Fahrer in Spanien ist aber ein Italiener. Valentino Rossi hat dort insgesamt 21 Rennen gewonnen. In der 125er-Klasse waren es zwei Siege und in der 250er-Klasse drei. Dazu kommen 16 Erfolge in der Königsklasse (2 Mal 500er-Klasse, 14 Mal MotoGP). Der erfolgreichste Spanier auf heimischem Boden ist Jorge Lorenzo mit 17 Siegen (3 Mal 250er-Klasse, 14 Mal MotoGP).

Und seit im Jahr 2002 die moderne MotoGP-Ära mit Viertaktmotoren begonnen hat, hat Rossi nur sechs Rennen verpasst. Da er davor zwei Jahre in der 500er-Klasse gefahren ist, kommt der „Doktor“ insgesamt schon auf 326 Grands Prix in der Königsklasse. Gewonnen hat er davon 86 (13 Mal 500er-Klasse, 76 Mal MotoGP).

Servus MotoGP WhatsApp: Hol‘ Dir jeden Tag die wichtigsten MotoGP-News kostenlos auf Dein Handy!

© MessengerPeople