Alex Rins hat keine genaue Erklärung für seinen Sturz in Führung liegend: Der Suzuki-Fahrer glaubt, dass er gegen Vinales um den Sieg hätte kämpfen können.

Für Suzuki war es ein Traumstart in die Dutch TT in Assen. Alex Rins und Joan Mir setzten sich in den ersten Kurven an die Spitze des Feldes und führten das Rennen an. Doch die blaue Doppelführung währte nicht lange. Rins stürzte in der dritten Runde beim Anbremsen von Kurve 9. Mir verlor in der Folge Positionen und kam schlussendlich als Achter ins Ziel. Die Enttäuschung im Suzuki-Team war groß, denn man hatte eine große Chance ausgelassen.

„Sehr schade“, seufzt Rins. „Wir haben die Daten gecheckt. In der Kurve davor hatte ich etwas mehr Wheelie. Dann versuchte ich am gleichen Punkt wie in FP4 und im Warm-up zu bremsen, aber mir ist das Vorderrad komplett eingeklappt. Schade, denn ich war von unserer Pace überzeugt und hätte mit Maverick Vinales um den Sieg oder Platz zwei kämpfen können.“

Der Sturz passierte schlagartig. Rins war nicht am absoluten Limit. „Nein, mein Gefühl war unglaublich gut. Besser denn je, weil ich alleine gefahren bin und geführt habe. Es war einfach. Mit der Bremse gab es kein Problem. Aber ja, ich habe zwei, drei Meter später als im Warm-up gebremst.“ Und war der Wind ein Faktor? „Ja sicherlich, aber nach dem Wheelie war das Vorderrad am Boden. Dann habe ich am gleichen Punkt gebremst – seltsamer Sturz.“

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Rins wollte dem Feld davonfahren

Nach den guten ersten Runden wollte sich Rins eigentlich an der Spitze des Feldes absetzen. „Ja, das war meine Strategie. Ich war vorne und wollte pushen. Ich wollte die Gruppe aufbrechen, denn die Ducatis waren am Limit. Leider habe ich meine Strategie nicht zu Ende bringen können. Wir haben sicherlich eine Siegchance verloren. Mein Rhythmus war schön. Wir werden aber nicht wissen, ob ich gewonnen und Maverick besiegt hätte.“

Den Grundstein hatte Rins schon im Qualifying mit Startplatz drei gelegt. Das zeigte, dass er von Anfang an eine Rolle spielen kann, wenn er von weit vorne startet. „Wir haben an diesem Wochenende gut gearbeitet. Auch Barcelona war schon positiv gewesen. Wir müssen so weitermachen. Wir sind stark und zeigen, dass wir dabei sind. Nun müssen wir es auf dem Sachsenring probieren.“

Für Mir ging es schlagartig rückwärts

Mir konnte nicht in die Presche springen. Nach dem Sturz von Rins verlor der MotoGP-Rookie einige Positionen und kämpfte dann lange gegen die beiden Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci. Ab der 22. von 26 Runden ging es dann schlagartig rückwärts. Der Grip am Hinterreifen hatte nachgelassen. Mir fuhr das Rennen nur noch nach Hause und hatte als Achter schließlich 24 Sekunden Rückstand.

„Mit dem Wochenende bin ich generell zufrieden“, sagt der 21-Jährige. „Aber natürlich ist es schade, weil ich etwas mehr erwartet habe. Ich habe im Rennen gekämpft, aber gegen Ende hatte ich hinten keinen Grip mehr. Deshalb dachte ich, es ist besser, wenn ich ins Ziel fahre. Ich freue mich auf den Sachsenring, weil ich mich in jüngster Zeit besser fühle und glaube, dass bald einige starke Ergebnisse kommen werden.“

In der Weltmeisterschaft ist Rins hinter Petrucci auf den vierten Platz zurückgefallen. Sein Rückstand auf Marc Marquez beträgt 59 WM-Punkte. Mir ist auf Rang 14 zu finden und in der Rookie-Wertung Zweiter hinter Fabio Quartararo. In der Marken-WM und in der Team-WM ist Suzuki nach acht Rennen auf dem vierten Platz.

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