Diese Fahrer haben uns im ersten MotoGP-Halbjahr besonders überzeugt, überrascht – oder auch beides: Das sind unsere fünf Top-Piloten der bisherigen Saison in der Motorrad-Königsklasse!

Ein Blick auf die Fahrerwertung in der MotoGP zeigt: Der Titel scheint WM-Leader Marc Marquez schon jetzt kaum mehr zu nehmen. Doch dahinter ist ein spannender Kampf um die Plätze entbrannt. Mittendrin einige „übliche Verdächtige“ – aber auch einige Fahrer, denen man das vor der Saison nicht unbedingt zugetraut hätte. Sie haben uns im ersten MotoGP-Halbjahr besonders überzeugt, überrascht – oder auch beides. Hier sind unsere fünf Top-Piloten der bisherigen Saison:

1. Marc Marquez

Er ist bislang der große Dominator: Schon nach der ersten Saisonhälfte führt Marc Marquez die WM-Wertung mit stolzen 58 Punkten Vorsprung auf „Verfolger“ Andrea Dovizioso an. Die beeindruckende Zwischenbilanz des Spaniers: In den bisherigen neun Saisonrennen wurde er immer entweder Erster oder Zweiter (fünf Siege, drei Mal Platz zwei). Einzige Ausnahme war der USA-Grand-Prix, als Marquez – auch dort klar in Führung liegend – den fast schon sicheren Sieg mit einem Fahrfehler wegwarf, und so in Austin seinen bislang einzigen Nuller anschreiben musste.

Und wenn sich doch mal ein Konkurrent anschickte, Marquez im Verlauf eines Rennens ernsthaft die Stirn zu bieten, hatte man irgendwie immer das Gefühl, dass der jederzeit noch einen Gang zulegen kann. Auch von den anderen Honda-Piloten im Feld konnte Marquez bis dato keiner auch nur annähernd das Wasser reichen. Ein mehr als deutliches Indiz dafür, dass der Spanier mit der RC213V einfach den Unterschied macht. Alles in allem eine „verheerende Botschaft, die er an seine Rivalen sendet“, bringt es Hondas früherer Crew Chief Juan Martinez treffend auf den Punkt.

ServusMotoGP.com meint: Auf dem Weg zu seinem sechsten MotoGP- und klassenübergreifend achten Titel ist Marc Marquez nicht mehr aufzuhalten – wir werden ihn noch öfter so souverän jubeln sehen wie hier am Sachsenring!

Marquez wins for the 10th time in Sachsenring

The SachsenKING! 👑10 wins in 10 years at the German venue for Marc Márquez! 👏🏆🏆🏆🏆🏆🏆🏆🏆🏆🏆#GermanGP 🇩🇪 | #ThrowbackThursday

Gepostet von MotoGP am Donnerstag, 11. Juli 2019

2. Fabio Quartararo

Für viele Fans und Experten war vor der Saison nicht so wirklich klar, was man Fabio Quartararo in seinem MotoGP-Debütjahr würde zutrauen können. Wenige Monate später steht fest: Einiges. Denn der Franzose hat sich zum absoluten Überflieger unter den Rookies in der Motorrad-Königsklasse entwickelt. Drei Pole-Positions und zwei Podestplätze stehen für den jungen Franzosen aus dem Petronas-Yamaha-Team aktuell zu Buche – für einen Newcomer eine mehr als beeindruckende Zwischenbilanz.

Damit hat er den anderen, teils stärker eingeschätzten Rookies Francesco Bagnaia, Miguel Oliveira und Joan Mir nach den bisherigen neun Saisonrennen klar den Rang abgelaufen. Und damit vermutlich nicht nur sich selbst und das neue Yamaha-Kundenteam überrascht, sondern auch viele seiner MotoGP-Konkurrenten. Die Folge: Schon werden bei Yamaha Stimmen laut, die dem 20-Jährigen zutrauen, bei den Japanern irgendwann einmal in die – großen – Fußstapfen von Altmeister Valentino Rossi zu treten.

ServusMotoGP.com meint: Auch uns hat Fabio Quartararo bislang schwer beeindruckt – nicht zuletzt durch seine unglaubliche Highspeed-Rettungsaktion am Sachsenring, die für viele schon jetzt das Zeug zum „Save des Jahres“ hat!

Quartararo's super-scary Sachsenring moment at 262km/h!

What a scary moment for Fabio Quartararo!! 😱😱Despite the pain caused by this monumental tank slapper in #GermanGP FP3, the Frenchman managed to qualify in second! 💪

Gepostet von MotoGP am Samstag, 6. Juli 2019

3. Danilo Petrucci

Zu Beginn des MotoGP-Jahres wusste Ducati-Pilot Danilo Petrucci noch nicht einmal, wie lange er ein „Roter“ bleiben würde: Er musste mit dem – vermutlich unguten – Gefühl in die Saison gehen, dass sein Vertrag Ende 2019 ausläuft. Für den Italiener aber scheinbar mehr Motivation als Belastung: Konstant wie ein Uhrwerk fuhr „Petrux“ im ersten Halbjahr regelmäßig in die Top 6, punktete so immer zweistellig und fuhr Noch-Teamleader Andrea Dovizioso nicht selten um die Ohren.

Ein persönlicher Karriere-Meilenstein für Petrucci war dabei sicher sein viel umjubelter erster MotoGP-Sieg ausgerechnet beim Heimrennen in Mugello. Nicht zuletzt durch diesen Erfolg ist er dem WM-Zweiten Andrea Dovizioso in der Fahrerwertung mit nur sechs Punkten Rückstand gehörig auf die Pelle gerückt. Verdienter Lohn für den 28-Jährigen: Die Ducati-Bosse haben seinen Vertrag zwischenzeitlich bis Ende 2020 verlängert.

ServusMotoGP.com meint: Danilo Petrucci wird auch in der zweiten Saisonhälfte weiter aufzeigen – gut möglich, dass er Teamkollege Dovizioso dessen Nummer-eins-Status ernsthaft streitig macht!

View this post on Instagram

Si

A post shared by Danilo Petrucci (@petrux9) on

4. Alex Rins

Für Alex Rins beginnt die Saison 2019 verheißungsvoll: Beim dritten Rennen in Austin feiert der Spanier seinen ersten MotoGP-Triumph, beim Heim-Grand-Prix in Jerez steht er als Zweiter erneut auf dem Podest. Dann aber muss der Suzuki-Pilot einige Dämpfer verkraften – zwei Mal schrammt er knapp am Podium vorbei, zwei Mal landet er in aussichtsreicher Position liegend im Kies. Trotzdem: Neben Fabio Quartararo zählt der Spanier bislang zu den positiven Überraschungen der Saison. Schließlich zeigte er gleich mehrfach, dass er mit der nominell schwächeren Suzuki GSX-RR mit den Hondas, Ducatis und Yamahas mithalten kann.

Als WM-Vierter ist Rins aktuell einer von nur vier Piloten, die schon mehr als 100 Punkte auf dem Konto haben. Und hätte er seine Positionen in den schon erwähnten beiden Sturzläufen gehalten, wäre er hinter Marc Marquez sogar Gesamt-Zweiter. Ein Ziel, das Rins jetzt in der zweiten Saisonhälfte mit aller Macht in Angriff nehmen will.

ServusMotoGP.com meint: Alex Rins wird im zweiten MotoGP-Halbjahr noch so manches Highlight setzen – und ist damit ein aussichtsreicher Anwärter auf WM-Platz zwei!

5. Stefan Bradl

Er ist zweifellos der „schnellste Ersatzpilot der MotoGP“: Gleich mehrfach bewies ServusTV-Experte Stefan Bradl, dass er jederzeit das Mikro mit der Lederkombi tauschen kann – und dass der Bayer sofort da ist, wenn Honda ihn braucht. Seine bisherige Saisonbilanz kann sich durchaus sehen lassen: In seinen zwei Einsätzen in Jerez und zuletzt am Sachsenring fuhr Bradl beide Male in die Top 10.

Zum Vergleich: Hondas kriselnder und dauerverletzter Stammpilot Jorge Lorenzo kam in seinen bislang sieben Saisonstarts nie über Rang elf hinaus. Und in Jerez gelang Wildcard-Fahrer Bradl sogar das Kunststück, Lorenzo auf der Werks-Honda zu schlagen. Ähnlich erfolgreich könnte es für Bradl nach der Sommerpause weitergehen. Denn auch bei den nächsten beiden Rennen in Brünn und Spielberg wird der Zahlinger für Repsol-Honda wieder als Marquez-Teamkollege und Lorenzo-Ersatz im Einsatz sein.

ServusMotoGP.com meint: Auch, wenn wir seine TV-Analysen natürlich vermissen – auf der Rennstrecke sehen wir Stefan Bradl fast noch lieber. Und mit etwas Glück ist für ihn in den nächsten beiden Rennen ein einstelliges Ergebnis drin!

Stefan Bradl: Bike statt Mikro

Lust auf mehr? Hier geht’s zu unseren 5 Flop-Piloten der bisherigen MotoGP-Saison >>

MotoGP 2019 am Red Bull Ring in Spielberg:
Hol dir deine Tickets!
   - WERBUNG -