Obwohl es bei seinen drei Moto2-Rennen nicht mit einem WM-Punkt geklappt hat, erkennt Jonas Folger Potenzial – für 2020 will er sich ein schlagkräftiges Team suchen.

Das Heimrennen auf dem Sachsenring war für Jonas Folger der vorläufige Abschluss seines Comebacks in der Moto2-Klasse. In Barcelona meldete sich der Deutsche mit Platz 19 in der Weltmeisterschaft zurück. Anschließend wurde es in Assen Rang 17. Und auch auf dem Sachsenring fuhr Folger als 17. ins Ziel. Einen WM-Punkt verpasste er auf heimischem Boden nur um rund eine Sekunde.

„Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und es war für mich persönlich auch ein großartiges Erlebnis, auf dem Sachsenring wieder einmal dabei zu sein“, sagt der 25-Jährige. „Dieses Wochenende war überhaupt bei weitem besser als Assen und zuvor Barcelona. Es freut mich, dass ich mich fahrerisch deutlich gesteigert habe. Und ich bin auch froh, dass es das erste Rennen war, in dem ich angriffslustiger fuhr und mehr Selbstvertrauen hatte.“

„Ich komme immer mehr in den Rennmodus zurück. Das war in der Anfangsphase klar zu erkennen, weil ich bei weitem weniger zurückhaltend war. Aus diesem Grund habe ich in den letzten zwei Rennen jeweils am Anfang viele Positionen verloren. Der Kampfgeist kommt also allmählich zurück. Darüber hinaus hätte unsere Pace für eine Platzierung im Bereich der Top 10 gereicht.“

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Jonas Folger will unbedingt zurückkehren

„Das bedeutet ebenso eine Steigerung, was auch anhand unseres Rückstandes auf die Siegerzeit zu erkennen ist. Für mein drittes Rennen geht das in Ordnung“, zieht Folger für sich ein positives Fazit. Es waren seine ersten Rennen auf WM-Niveau seit Sommer 2017. Mit WM-Punkten klappte es bei seinen drei Auftritten nicht. Trotzdem ist Folger zufrieden, denn die Konkurrenz ist schon seit einigen Monaten im Rennmodus.

„Jetzt geht es darum, dass ich mein Training viel mehr auf die aktuelle Moto2-Klasse mit den Triumph-Motoren ausrichte. Ich muss einfach mein Gefühl für dieses Paket samt ihren Eigenschaften steigern“, blickt Folger in die Zukunft. „Das soll auch der erste Schritt hinsichtlich der Vorbereitungen für nächstes Jahr sein. Bis dahin muss ich ein passendes Team finden.“ Er will also zurück in die Weltmeisterschaft.

Folger: „Das Feuer ist noch da“

„Ich habe wieder Lust bekommen, Rennen zu fahren. Ich habe bei den letzten drei Rennen schnell gemerkt, dass das Feuer noch da ist. Inzwischen ist der Drang und Wille umso stärker geworden. Vereinzelt haben wir sehr deutlich aufgezeigt, dass Potenzial vorhanden ist, ganz vorne mitzumischen. Es braucht aber Zeit, um wieder dort zu landen. Auf keinen Fall lassen sich eineinhalb Jahre Auszeit in drei Rennen wettmachen.“

„Ich merke aber, dass die Leidenschaft neu entfacht ist und dass ich auch bald wieder ganz zu alter Stärke zurückkehren kann. Daher werde ich ab sofort mein Training intensiver gestalten und alles daransetzen, um für nächstes Jahr ein schlagkräftiges Paket zu finden. Ich will unbedingt in diese Meisterschaft zurückkehren.“ Ob er in dieser Saison noch ein weiteres Rennen für das Petronas-Team fahren wird, ist derzeit offen. Das Team geht davon aus, dass Khairul Idham Pawi in Brünn von seiner Verletzungspause zurückkehrt.

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