Beim MotoGP-Testtag in Jerez fährt Rookie Fabio Quartararo noch einmal schneller, während Rennsieger Marc Marquez das Motorrad von Stefan Bradl probefährt.

Nach dem Großen Preis von Spanien hatten die MotoGP-Piloten an diesem Montag die Gelegenheit, während eines offiziellen Testtages auf der spanischen Strecke weiter an der Abstimmung ihrer Motorräder zu arbeiten und neue Teile zu testen. Von 10 bis 18 Uhr drehten sich bei trockenen Bedingungen ihre Runden.

Mit dabei waren auch die Testfahrer Bradley Smith (Aprilia), Sylvain Guintoli (Suzuki) und Stefan Bradl (Honda), der jedoch keine Kilometer zurücklegte. Noch am Sonntag war der Deutsche als Wildcard-Starter auf einen respektablen zehnten Platz gefahren und damit besser als Werksfahrer Jorge Lorenzo.

Dieser verzeichnete beim Test gleich zwei Stürze, konnte sich im Klassement aber immerhin unter den besten Zehn platzieren. Angeführt wurde die Zeitenliste von Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha), der mit 1:36.379 Minuten noch einmal fünf Zehntel schneller war als bei seiner Pole-Position am Samstag.

Ducati beim Test nicht in den Top 10

Platz zwei im Test belegte LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow (+0,418 Sekunden). Erneut schnell unterwegs war auch Quartararos Teamkollege Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha/+0,714) als Dritter. Die Top 5 komplettierten Pol Espargaro (KTM/+0,735) und Maverick Vinales (Yamaha/+0,847).

Da jedes Team einen eigenen Testplan verfolgte, sind die Zeiten natürlich nur bedingt repräsentativ. So landete Jerez-Sieger Marc Marquez (Honda) hinter Joan Mir (Suzuki) auf dem siebten Platz. Suzuki-Pilot Alex Rins, am Sonntag starker Zweiter, belegte Rang acht. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) wurde hinter Lorenzo Zehnter.

Von Ducati war in den Top 10 nichts zu sehen. Andrea Dovizioso rangierte mit 1,222 Sekunden Rückstand auf Platz elf, gefolgt dem Pramac-Duo Francesco Bagnaia und Jack Miller sowie Werkspilot Danilo Petrucci. Aprilia-Fahrer Aleix Espargaro rundete die Top 15 ab. Sein Teamkollege war nicht im Einsatz.

Marquez mit neuem Chassis unterwegs

Andrea Iannone hatte nach seinem Trainingssturz am Samstag schon das Rennen in Jerez auslassen müssen. Zwar erhielt er für den Testtag das Okay von den Ärzten, fuhr nach einer Installationsrunde aber wieder an die Box. Die Schmerzen im linken Fuß waren beim Italiener offenbar noch zu groß.

Yamaha-Pilot Valentino Rossi beendete den Testtag auf dem 17. Platz noch hinter KTM-Pilot Johann Zarco. Dem „Doktor“ fehlten 1,677 Sekunden auf die Bestzeit von Fabio Quartararo. Allerdings konnte der sich auch auf schnelle Runden konzentrieren, während sich das Yamaha-Werksteam mit Testarbeit beschäftigt war.

Die auffälligsten Veränderungen gab es bei Honda und Suzuki. So testete Marquez das neue Aluminium-Chassis mit Carbon-Teilen, mit dem am Wochenende auch schon Bradl unterwegs war. Sein Bike pilotierte nun der Weltmeister und stellte damit seine beste Zeit auf, das Feedback war also positiv.

Suzuki testet Winglets vorm Hinterrad

Bei Rins wurde ein Hinterrad-Flügel nach dem Vorbild von Ducati montiert. Allerdings konnten damit nicht allzu viele Daten gesammelt werden, da der Suzuki-Pilot offenbar durchs Kiesbett musste und der Spoiler dabei kaputt ging. Damit hat jeder Hersteller das Teil mindestens einmal getestet.

Mit 94 absolvierten Runden war Vinales übrigens der fleißigste MotoGP-Pilot an diesem Montag in Jerez, dicht gefolgt von Lorenzo mit 93 – und das trotz der Stürze. Ebenfalls nicht ganz reibungslos verlief der Testtag für Mir und Nakagami. Auch sie kamen jeweils einmal zu Sturz, blieben aber unverletzt.

Die Testzeiten am Montag in Jerez (Runden in Klammern):

  1. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) – 1:36.379 (73)
  2. Cal Crutchlow (LCR-Honda) 0,418 (78)
  3. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,714 (82)
  4. Pol Espargaro (KTM) +0,735 (63)
  5. Maverick Viñales (Yamaha) +0,847 (94)
  6. Joan Mir (Suzuki) +0,854 (85)
  7. Marc Marquez (Honda) +0,881 (75)
  8. Alex Rins (Suzuki) +0,896 (69)
  9. Jorge Lorenzo (Honda) +1,087 (93)
  10. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +1,089 (63)
  11. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,222 (52)
  12. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) +1,319 (60)
  13. Jack Miller (Pramac-Ducati) +1,322 (85)
  14. Danilo Petrucci (Ducati) +1,341
  15. Aleix Espargaro (Aprilia) +1,379 (80)
  16. Johann Zarco (KTM) +1,516 (71)
  17. Valentino Rossi (Yamaha) +1,677 (74)
  18. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +1,682 (79)
  19. Karel Abraham (Avintia-Ducati) + 1,696 (67)
  20. Bradley Smith (Arpilia) +1,698 (82)
  21. Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) +2,270 (77)
  22. Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM) +2,674 (57)
  23. Sylvain Guintoli (Suzuki) +3,258 (47)


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