Als Teamkollege legte Alex Rins die Messlatte für Joan Mir bei Suzuki zuletzt extrem hoch. Doch der MotoGP-Rookie scheut den Vergleich mit seinem Landsmann nicht.

Zuletzt ging Joan Mir (Suzuki) im Hype um Teamkollege Alex Rins und MotoGP-Rookie Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) etwas unter. Das mag zugegebenermaßen aber auch daran liegen, dass sich Mir im Vergleich zu den beiden seit Saisonbeginn nicht steigern konnte – zumindest in den Ergebnissen.

Fuhr der Spanier in seinem ersten MotoGP-Rennen noch einen starken achten Platz ein, sah er die Zielflagge danach nicht und wurde einmal Siebzehnter. Beim Heim-Grand-Prix in Jerez schied er nach einem Sturz zuletzt ebenfalls aus. Allerdings lag der Suzuki-Pilot zu dem Zeitpunkt auf einem Top-10-Platz.

Was mit dem Motorrad möglich, stellt Alex Rins in dieser Saison eindrucksvoll unter Beweis. Den Vergleich mit dem Teamkollegen scheut Rookie Rins aber nicht. „Ich bin nicht weit weg“, sagt Joan Mir selbstbewusst. „Wenn man sich die Trainings und das Qualifying anschaut, trennt uns nicht viel, und das auf fast jeder Strecke.“

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Abstand zu Rins kleiner, als es aussieht

„Das Problem ist, dass er sein Potenzial zeigen konnte, während ich in Austin einen Frühstart hatte“, blickt Joan Mir zurück. „Der Abstand ist kleiner, als es aussieht. Denn am Ende wurde ich Siebzehnter und er gewann das Rennen. Aber das ist nicht die Realität, wir liegen in den meisten Sessions nah beieinander.“

Genau das sei auch das Ziel, „um Alex zu helfen, das Motorrad nach vorn zu bringen und auch um einander zu helfen, gemeinsam zu wachsen“, betont Mir. Mit der Entwicklung im Team und seinen eigenen Fortschritten als Rookie ist er zufrieden, auch wenn die Ausfälle und der Frühstart die Bilanz verhageln.

„Mein Gefühl mit dem Motorrad ist wirklich gut. Ich arbeite viel daran, sanft am Gas und hart auf der Bremse zu sein. Das ist der Weg. Ich bin überrascht über unser Potenzial, aber auch über das Pech, das wir hatten“, sagt Joan Mir. Im direkten Vergleich zu Rins glaubt er, sich in den Bremsphasen noch steigern zu können.

Das Qualifying ist Suzukis Schwachpunkt

„Daran habe ich zuletzt intensiv gearbeitet und mich Alex angenähert. Es sieht so aus, als hätte ich in einigen Bereichen gutes Potenzial und in anderen Bereichen noch Arbeit vor mir. Wir haben generell einen ähnlichen Stil.“ Deshalb haben beide am Rennwochenende auch häufig mit demselben Problem zu kämpfen.

Joan Mir erklärt: „Der einzige Schwachpunkt, den Suzuki hat, ist die eine schnelle Runde. Wir sind nicht in der Lage, eine gute Runde im Qualifying zu fahren, aber am Ende können wir viele gute Rundenzeiten halten. Wenn wir hier das richtige Gleichgewicht finden, wird uns das im Rennen weiter nach vorn bringen.“

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