Nach 20 Monaten Auszeit kehrt Jonas Folger beim MotoGP-Wochenende in Barcelona als Moto2-Ersatzfahrer zurück – seinen ersten Renn-Einsatz sieht er als Selbsttest.

Schon am Donnerstag durfte Jonas Folger erste Rennluft schnuppern. Der ehemalige MotoGP-Pilot schlüpfte erstmals in die Lederkombi von Petronas-Sprinta-Racing. In der Moto2 wird der Deutsche am Wochenende in Barcelona für Khairul Idham Pawi einspringen. Denn auch dessen Ersatzmann Mattia Pasini hat sich jüngst verletzt.

Folger bietet sich damit die Chance auf ein Renn-Comeback. Sein letzter Auftritt in der Motorrad-WM datiert auf das Jahr 2017 beim Großen Preis von Aragon zurück. Danach war der heute 25-Jährige aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Nun feiert er nach einer 20-monatigen Auszeit seine Rückkehr beim siebten Saison-Rennen 2019.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Folger: „Bin richtig happy“

„Ich bin richtig happy, dass ich endlich wieder Rennen in der Weltmeisterschaft fahren kann“, freut sich der Deutsche. „Am meisten bin ich froh darüber, dass ich diesen Schritt mit dem Petronas-Team machen kann. Hier habe ich ein vertrautes Umfeld.“ Mit Crew-Chief Fausto Bencivenni Pons und den Mechanikern arbeitete er bereits 2014 bei AGR.

Folger gibt zu: „Dieser Umstand hat natürlich meine Entscheidung, diesen Schritt zu machen, deutlich erleichtert. Außerdem lockert es auch die Stimmung von vorherein, weil man sich nicht erst kennenlernen muss.“ Beste Voraussetzungen für ein gutes Ergebnis, auch wenn der Deutsche das Wochenende vor allem als Selbsttest nutzen möchte.

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„In erster Linie will ich bei diesem Comeback viel Spaß beim Fahren haben. Ich bin aber auch schon gespannt, wie das Level in der jetzigen Moto2 mit den neuen Motoren ist. Auf der anderen Seite wird es natürlich auch interessant sein zu wissen, wie es um das eigene Level ausschaut. Dieses Motorrad habe ich schon mehrmals getestet.“

Doch im unmittelbaren Rennumfeld misst sich Folger auf dem neuen Moto2-Bike das erste Mal direkt mit anderen Fahrern. „Ich bin also schon gewaltig neugierig darauf zu sehen, wo ich beziehungsweise wo wir als Team stehen werden. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Zusammenarbeit“, sagt er. Auch in Assen und am Sachsenring wird er fahren.