Für Maverick Vinales und Francesco Bagnaia war der Frankreich-GP in Le Mans schon in Runde 7 beendet: Das sagen beide Piloten zu ihrer folgenschweren Kollision.

Nach seinem dritten Platz in Jerez war Yamaha-Pilot Maverick Vinales fest entschlossen, auch beim Großen Preis von Frankreich aufs Podest zu fahren. Zwar waren die Chancen dafür nach einem verkorksten Qualifying nicht die besten, doch Vinales hatte in den Trainings durchweg eine gute Pace gezeigt.

Was von Startplatz elf möglich gewesen wäre, lässt sich nicht sagen. Denn bevor er eine Aufholjagd hätte starten können, war das Rennen für den Spanier nach einer Kollision mit Pramac-Fahrer Francesco Bagnaia vorbei. In Runde 7 fuhr er Maverick Vinales ins Heck, beide stürzten.

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„Ich konnte nichts tun“, sagt der Spanier, der im selben Moment versuchte, Aleix Espargaro (Aprilia) zu überholen, aber dann einen plötzlichen Schlag von hinten spürte und zu Boden ging. Bagnaia schildert die Situation so: „Espargaro hat Vinales blockiert, der stieg auf die Bremse und ich berührte ihn. Daraufhin sind wir beide gestürzt.“

Vinales sieht Grundübel im Qualifying

Er habe den Kontakt nicht vermeiden können, betont der MotoGP-Rookie. „Es war zum Glück kein Sturz bei hohem Tempo, er hat aber unser Rennen ruiniert.“ Weder er noch Maverick Vinales konnte die Fahrt wiederaufnehmen. Vor allem beim Yamaha-Piloten saß der Frust tief.

„Unser Fehler war, dass wir am Samstag eine wirklich schlechte Strategie hatten. Wenn du dann von Position elf starten musst, bist du solchen Situationen ausgeliefert. Wir sind perfekt in dieses Wochenende gestartet und haben es mit null Punkten beendet. Das müssen wir verstehen und daraus lernen“, lautet Vinales‘ Fazit.

Er glaubt, dass ohne die Kollision nach vorn noch einiges möglich gewesen wäre – auch wenn der 25-Jährige gleich zu Beginn einige Positionen einbüßte. „Mein Start war nicht allzu schlecht. Die ersten zwei Kurven sind immer sehr schwierig, in Kurve 3 musste ich eine weitere Linie fahren, sodass mich ein, zwei Fahrer überholten.“

Bagnaia erkennt bei Ducati Fortschritte

„Aber dann kam ich in einen guten Rhythmus. Ich sah, dass das Podium nicht so weit weg war, und konnte pushen, um die Lücke zu schließen. Wenn man allerdings so weit hinten startet, macht es das immer kompliziert. Wir müssen dem Qualifying mehr Aufmerksamkeit schenken“, konstatiert Maverick Vinales.

Für Bagnaia war es bereits der dritte Ausfall in dieser Saison. Allein in Argentinien und Austin kam der Ducati-Kundenfahrer ins Ziel. „Das Positive ist, dass ich ein gutes Gefühl zum Vorderrad hatte. Am Kurvenausgang fehlte uns leider Traktion, weshalb wir dort Zeit verloren. Dafür konnte ich auf der Bremse besser angreifen“, sagt er.

Von Startplatz 13 hatte auch er sich einiges ausgerechnet: „Heute wäre es möglich gewesen, viele Fahrer zu überholen, denn ich war sehr schnell. Mein Ziel war es, die Top 10 zu erreichen, und ich glaube, das wäre machbar gewesen. Doch leider kam es nicht mehr dazu.“

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