Bei einem Privat-Test in Brünn nimmt Dani Pedrosa seine Arbeit für KTM wieder auf – Stammpilot Pol Espargaro erhofft sich davon wichtiges Feedback.

Zuletzt konnte KTM mit Pol Espargaro gleich zweimal in Folge in die Top 10 vordringen. Nach einem umjubelten sechsten Platz beim Großen Preis von Frankreich reichte es in Mugello für Rang neun. Es war die insgesamt vierte Top-10-Platzierung in dieser MotoGP-Saison. Um sich weiter zu steigern, setzt KTM nun auch auf Dani Pedrosa.

Der offizielle Testpilot des österreichischen Herstellers konnte diese Rolle bisher nur bedingt ausfüllen. Nach einer ersten Testfahrt im Dezember unterzog sich der Spanier einer Schlüsselbein-OP und musste lange pausieren. Es folgten ein paar vorsichtige Annäherungsversuche in Mugello Mitte Mai, um Pedrosas Fitness zu checken.

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Große Hoffnungen in Pedrosas Expertise

In dieser Woche ist der 54-fache Grand-Prix-Sieger erstmals seit dem Winter wieder bei einem Privattest mit dabei. Die Strecke in Brünn teilt er sich mit weiteren Fahrern und Herstellern, um seine Arbeit auf der RC16 fortzusetzen. KTM-Stammpilot Pol Espargaro setzt große Hoffnungen in die Expertise von Dani Pedrosa.

„Wir können kaum erwarten, dass er wieder auf das Motorrad steigt. Für uns ist das sehr wichtig. Wir wissen, dass er viel Erfahrung bei anderen Herstellern mitbringt. Das kann uns sehr helfen. Wir setzen viel Vertrauen in ihn“, sagte er am Rande des jüngsten MotoGP-Wochenendes in Italien. Allzu viele Berührungspunkte hatten beide noch nicht.

„Ich kannte ihn vor dem Test in Jerez während der Vorsaison nicht wirklich gut“, erzählt Pol Espargaro. „Beim Großen Preis von Spanien war er da und wir hatten die Gelegenheit, das erste Mal offen miteinander zu sprechen. Er hat mir ein paar Geheimnisse verraten und ich habe versucht, das so gut wie möglich zu verinnerlichen.“

„Hat mir ein paar Geheimnisse verraten“

Und welche Geheimnisse waren das? „Es ging darum, wie man bestimmte Dinge anpackt, die eigene Arbeitsweise. Mappings, Problemmanagement, Elektronik, solche Sachen. Das sind kleine Dinge, die aber am Ende den Unterschied ausmachen können“, weiß der KTM-Pilot. „Dani ist ein echter Experte, das war sehr interessant für mich.“

Über Dani Pedrosas Testarbeit für KTM sagt Pol Espargaro: „Ich denke, er wird uns Feedback zum Motor geben können. Was das Chassis angeht, muss er das Bike erst noch etwas mehr kennenlernen. Um das Chassis wirklich zu verstehen, muss man mit dem Motorrad ans Limit gehen. Im Moment hat sich Dani gerade erst von seiner Verletzung erholt.“

Deshalb glaubt der Spanier nicht, dass Pedrosa schon bei seinem ersten Test nach der Genesung das Limit finden wird. „Beim Motor und bei der Elektronik kann er hingegen direkt ein Gefühl aufbauen“, ist Pol Espargaro überzeugt. „Hier erwarten wir eine Verbesserung.“ Der nächste offizielle MotoGP-Test findet am 17. Juni in Barcelona statt.

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