In Jerez war MotoGP-Weltmeister Marc Marquez unter den Top 3 im Qualifying und Rennen der älteste Fahrer: Was der Honda-Pilot über neue, jüngere Gegner sagt.

Vor nicht allzu langer Zeit war es noch Marc Marquez (Honda), der in der MotoGP Altersrekorde brach und als jüngster Fahrer seine erste Pole-Position, den ersten Sieg und auch den ersten WM-Titel holte. Einen dieser Titel verlor er am Renn-Wochenende von Jerez an Rookie Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha).

Der Franzose, der erst vor kurzem 20 Jahre alt geworden ist, sicherte sich auf der spanischen Traditionsstrecke seine erste Pole in der Königsklasse und nahm Marquez den Rekord des jüngsten Pole-Setters in der MotoGP-Geschichte ab. Den Titel des jüngsten Grand-Prix-Siegers konnte er ihm aber nicht streitig machen.

Marc Marquez: Eine Runde im Fußball-Stadion

Im Rennen wurde Quartararo nämlich durch einen Defekt an seiner Yamaha ausgebremst. Den Sieg holte Marquez, der wie schon am Samstag aber auch in der Pressekonferenz am Renntag neben Alex Rins (Suzuki/2.) und Maverick Vinales (Yamaha/3.) der älteste Fahrer blieb – und das mit gerade einmal 26 Jahren.

Marquez sieht den Grund dafür in einer neuen Philosophie: „Die jungen Fahrer kommen sehr jung in der MotoGP an, weil viele von ihnen ein gutes Talent haben. Auch ich war jung, als ich gewechselt bin. Aber bei mir hieß es noch, dass ich nur aufsteige, wenn ich den Titel (in der Moto2; Anm. d. Red.) gewinne.“

„Wird sicher einige geben, die mich schlagen“

Erst dann sei man zu 100 Prozent bereit, glaubte man damals. „Jetzt steigen viele Fahrer jung auf und machen dann die Erfahrung in der MotoGP. Es ist etwas, das auch ein gewisses Risiko birgt, denn wer sich nicht schnell genug anpasst, kann den Platz verlieren“, warnt Marquez vor einem übereilten Klassenwechsel.

„Ich bin 26, also nicht alt. Ich bin jung, aber Fabio ist erst 20 und auch Vinales und Rins sind jünger als ich. Zwar werde ich reifer und lerne dazu, aber es werden einige junge Fahrer folgen. Das ist eine ganz natürliche Sache. Und es wird sicher einige Fahrer geben, die mich schlagen und um die WM kämpfen werden.“

Doch Konkurrenz belebt ja bekanntermaßen das Geschäft, weiß auch Weltmeister Marquez. „Ich werde versuchen, meine Gegner und die jungen Fahrer genau zu studieren“, verspricht er. „Immerhin verleihen sie der Kategorie frischen Wind.“ Und sorgen für Abwechslung in den Rekordlisten der Geschichtsbücher.

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