Beim Start des Q2 kann Marcel Schrötter einen Sturz in der Boxenausfahrt verhindern, verliert durch das Problem mit der Bremse aber wertvolle Zeit

Das Qualifying zum Spanien-Grand-Prix in Jerez verlief für Intact-Pilot Marcel Schrötter holprig. Der Deutsche qualifizierte sich nur für den 14. Startplatz und muss das vierte Rennen der Moto2-Saison 2019 aus Reihe fünf in Angriff nehmen. Zu Beginn des Q2 funktionierte die Kalex nicht einwandfrei und Schrötter musste unplanmäßig an die Box zurückkehren.

„Bei der Fahrt aus der Boxengasse dachte ich, dass der Motor irgendwie nicht geht oder kalt ist. Dann merkte ich, dass mir das Vorderrad nach einem Wheelie beinahe eingeklappt wäre. Die Bremse blieb hängen“, berichtet Schrötter im Gespräch mit ‚ServusTV‘.

„Ich versuchte in der ersten Runde, ein bisschen zu pumpen, aber natürlich mit Vorsicht. Ich wollte nicht mit 200 km/h hinten runter fahren und dann passiert irgendwas. Deswegen kam ich gleich rein“, schildert Schrötter und ärgert sich: „Das ist natürlich nicht optimal, wenn man so ins Qualifying startet und ich nur acht Minuten habe.“

Schrötter zeigt keine perfekte Leistung

Für den Fehler an der Kalex muss sich das Team verantworten, doch auch Schrötter zeigte keine perfekte Leistung. „Ich habe es nicht gut genug gemacht. Wir hätten etwas Besseres daraus machen können. Aber jetzt sind wir mal in einer anderen Position und werden das Rennen von weiter hinten aufholen“, kommentiert er.

„Jerez ist immer die Strecke, bei der ich mit dem größten Respekt anreise – nicht weil ich Angst habe, sondern weil durch die Tests in der Moto2 und Moto3 jeder die Strecke in- und auswendig kennt und am Freitag ab der zweiten Runde schnell ist. Es muss einfach passen. Wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht das auf den Asphalt bringen kann, was man möchte, ist man hinterher, wie bei uns jetzt. Das ist hier viel krasser als in Übersee, wo man nur einmal im Jahr fährt“, bemerkt Schrötter.

„Wir vergleichen jetzt noch die Runden und schauen uns an, wie ich gefahren bin. Unser Plan ist ein bisschen durcheinander gekommen“, gesteht der Intact-Pilot. „Eigentlich wollten wir einen kurzen Boxenstopp machen, um die Reifen zu wechseln. So bin ich von Anfang an mit einem gebrauchten Vorderreifen raus.“

„Generell hat sich das Motorrad gut angefühlt, es war einfach blödes Timing“, ärgert sich Schrötter. „Und dann habe ich aus der Situation nicht das Beste rausholen können. Das passiert. Ich glaube, bis jetzt hatten wir immer gute Qualifyings in dieser Saison. Das gehört eben dazu.“

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