Kalex-Pilot Marcel Schrötter muss im Moto2-Rennen von Barcelona viele Postionen aufholen, nachdem ihn Brad Binder nach dem Start fast zu Sturz gebracht hätte.

Während sein Intact-Teamkollege Tom Lüthi beim Großen Preis von Katalonien als Zweiter seinen vierten Podestplatz der Saison einfuhr, war Marcel Schrötter im Moto2-Rennen nicht mehr als der siebente Platz vergönnt. Schuld daran war vor allem eine Kollision mit KTM-Pilot Brad Binder in Runde eins, die den Deutschen kurz nach dem Start auf den 18. Platz zurückwarf.

„Abgesehen von der Startrunde war es ein gutes Rennen. Ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden“, sagt Schrötter. „Doch gleich nach dem Start hatte ich wieder einmal eine Berührung. Den Namen jenes Fahrers, der mir beim Überholen links ins Motorrad gekracht ist, haben wir dieses Jahr schon öfters erwähnt. Daher fehlen mir die Worte, weil derjenige jedes Mal übertrieben hart zur Sache geht.“

Sein Ärger sitzt tief: „Ich habe auch schon bewiesen, dass ich im Zweikampf stark bin. Aber immer auf faire Weise. Ich musste also einen weiten Bogen fahren und habe daher etliche Positionen verloren.“ Immerhin drei Plätze konnte Schrötter gleich wieder gutmachen und beendete die erste Runde an Position 15. „Das ist wirklich sehr ärgerlich, nachdem mein Start gut war.“

Das Rennen der Moto2: Gran Premi Monster Energy de Catalunya

Schrötter kann Sturz nur knapp verhindern

„Man schuftet das gesamte Wochenende, um bestmöglich vorbereitet in das Rennen zu gehen, und dann wird wegen einer rüpelhaften Aktion alles kaputt gemacht. Zum Glück bin ich sitzengeblieben und konnte schnell meinen Rhythmus finden. Wie gesagt, ab Runde zwei war es ein anständiges Rennen. Ich habe mich relativ wohl gefühlt und konnte viele Fahrer überholen. Es hat Spaß gemacht.“

Gegen Ende des Rennens kämpfte der Kalex-Pilot dann in einer Dreier-Gruppe mit Xavi Vierge und Luca Marini um Platz sechs, musste sich Marini aber letztlich geschlagen geben. „Als ich meine Gruppe mit Xavi und Luca Marini angeführt habe, habe ich das Vertrauen irgendwie ein bisschen verloren“, gesteht Schrötter. „Ich weiß es nicht, woran es lag.“

„In dieser Phase hatte ich ein paar Rutscher übers Vorderrad. Daher bin ich nicht mehr so gefahren, wie ich eigentlich hätte können. Die Daten der letzten neun Runden müssen wir also noch genauer analysieren und schauen, was wir in dieser Hinsicht besser machen können. Doch der Renntag gibt Auftrieb, zumal ich auch im Warm-Up wieder einmal so schnell wie die Spitze war.“

Moto2-Test nutzen, um Lücke zu schließen

Bereits am Dienstag kann der Deutsche daran anknüpfen. Dann absolvieren Moto2 und Moto3 einen offiziellen Testtag in Barcelona. Schrötter weiß: „In unserer momentanen Situation ist jeder Testtag enorm wichtig. Daher kommt uns diese Gelegenheit sehr entgegen. Ich denke, dass diese Postrace-Tests überhaupt sehr nützlich sind, auch wenn an den Tagen nach dem Rennen die Luft ein bisschen raus ist.“

Dennoch schätzt er die Möglichkeit, „auf der gleichen Strecke, auf der man am Wochenende zuvor vieles probiert hat, ohne Zeitdruck andere Dinge und Wege zu versuchen, um vielleicht bessere Lösungen zu finden und so wieder ein bisschen näher zur Spitze aufschließen können. Die Situation ist im Moment nicht so einfach für uns, trotzdem macht jeder einen super Job.“

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