Honda-Pilot Marc Marquez verpasst die Pole-Position nach einem Mega-Save knapp – Für das Rennen in Barcelona hat er vor allem Suzuki und Yamaha auf dem Zettel

Nur anderthalb Hundertstel fehlten Marc Marquez zur fünften Pole-Position der Saison. Im Qualifying zum Großen Preis von Katalonien musste sich der Honda-Pilot erneut MotoGP-Rookie Fabio Quartararo geschlagen geben. Am Ende kostete ihn ein Beinahe-Crash auf seiner letzten fliegenden Runde womöglich die Pole.

In Kurve 4 zeigte der Weltmeister einen seiner berühmten Saves. Damit war die Pole-Position zwei außer Reichweite, die vorherige Bestzeit von Marquez reichte aber für die erste Startreihe, und das zum siebten Mal in Folge.

Das Qualifying der MotoGP: Gran Premi Monster Energy de Catalunya

„An diesem Wochenende haben wir uns darauf konzentriert, für die Renndistanz zu arbeiten und verschiedene Reifen auszuprobieren. Im Qualifying zeigten wir dann unser ganzes Potential“, erklärt der Honda-Pilot seine Herangehensweise. „Uns ist eine gute Runde gelungen, auch wenn wir bereit waren, um die Pole zu kämpfen.“

Reifenmanagement in Barcelona entscheidend

Zwar verfehlte Marquez diese aus besagtem Grund, doch das tut seiner Zuversicht für morgen keinen Abbruch: „Ich denke, dass wir in einer guten Verfassung sind und das ist das Wichtigste. Es sieht so aus, als ob die Yamaha-Fahrer sehr gut unterwegs sind. Entscheidend wird sein, welchen Hinterreifen man wählt. Medium und hard sollten funktionieren.“

Auffällig an diesem Wochenende war, dass bei Marquez des Öfteren zu beobachten war, wie er anderen Fahrern folgte. Doch der Spanier betont: „Im FT4 bin ich komplett allein gefahren, ich habe einfach gepusht und meinen Rhythmus aufgebaut.“

Dabei kam der Weltmeister mit dem harten Vorderreifen wie so oft am besten zurecht. „Als ich ihn aufzog, waren alle Probleme plötzlich wie weggeblasen und ich fuhr, wie ich wollte. Ich habe auf die Renndistanz gute Rundenzeiten gemacht. Auch im Qualifying bin ich 1:39.8 mit dem Medium-Reifen hinten gefahren, und das allein.“

„Yamaha und Suzuki funktionieren hier besser“

Die Konkurrenz hat er trotzdem genau studiert und kennt deren Stärken: „Die Yamaha trägt die Geschwindigkeit auf eine sehr gute Weise durch die Kurven, sie hat eine gute Traktion. Jeder hat hier Ducati gegen Honda erwartet, aber das Gegenteil ist der Fall. Yamaha und Suzuki scheinen unter diesen Bedingungen besser zu funktionieren.“

„Das ist auch interessant zu verstehen, weil wir eine sehr lange Gerade haben, aber dann eben auch 13 Kurven, die sie sehr gut meistern“, ergänzt Marquez und spricht damit den Topspeed-Nachteil der beiden Hersteller an.

Erwartet er deshalb ein ähnlich enges Rennen wie in Mugello? „Es sieht so aus, als ob viele Fahrer einen guten Rhythmus haben und drei bis vier Piloten mit einer sehr ähnlichen Pace unterwegs sind“, glaubt Marquez. „Aber trotzdem fühle ich mich besser als in Mugello. Ich komme auf eine andere Art und Weise zurecht, kann konstanter sein.“

Hauptsache vor Ducati und Alex Rins im Ziel…

Sein Minimalziel ist auch in Barcelona das Podium, wobei er mit Blick auf die Meisterschaft natürlich am liebsten vor seinen direkten WM-Gegnern ins Ziel kommen will. „Das sind die zwei Ducatis und Rins“, weiß der Honda-Pilot, „und wenn ein paar Yamaha-Fahrer schneller sind als wir, müssen wir das Beste daraus machen.“

Angesprochen auf Pole-Setter Quartararo betont er: „Ich habe schon in Jerez gesagt, dass er in diesem Jahr einer der Gegner sein wird. Er war im Qualifying die schnellste Yamaha, jetzt muss er das im Rennen beweisen.“

Servus MotoGP WhatsApp: Hol‘ Dir jeden Tag die wichtigsten MotoGP-News kostenlos auf Dein Handy!

© MessengerPeople