Marc Marquez rückt beim Testtag in Jerez mit der Honda von Stefan Bradl aus: Der Weltmeister gibt zum neuen Chassis das gleiche Feedback wie der Testpilot.

Beim MotoGP-Testtag in Jerez rückte Marc Marquez auch mit der Honda von Stefan Bradl aus. Der Deutsche war im Laufe des Rennwochenendes mit einem neuen Aluminium-Chassis unterwegs gewesen, das einige Carbon-Verstärkungen hatte. „Meine beste Rundenzeit bin ich mit Bradls Motorrad gefahren“, sagt Marquez. „Ich bin damit mit einem gebrauchten und einem frischen Reifen gefahren, um es zu verstehen. Das war positiv.“

Marquez fuhr am Montag eine persönliche Bestzeit von 1:37,260 Minuten. Bei diesem neuen Chassis arbeitet Honda an der Steifigkeit. „Wir arbeiten am Gefühl für das Vorderrad“, sagt der Weltmeister. „Man gewinnt dabei etwas, verliert dabei aber auch woanders. Im Rennsport sind es immer Kompromisse, denn das beste Motorrad existiert nicht.“

Bei der aktuellen RC213V sprachen sowohl Marc Marquez als auch Cal Crutchlow seit den Wintertests von einem anderen Gefühl für das Vorderrad. Honda setzt die Arbeit in diesem Bereich fort, denn langfristig will man auch so wie Ducati mit weicheren Vorderreifen fahren können. Meistens ist Marquez dazu gezwungen, die härteste zur Verfügung stehende Variante von Michelin zu verwenden.

Gleiches Gefühl wie Stefan Bradl

Und wie fällt sein Fazit von diesem neuen Chassis aus? „Es fühlt sich anders an und es gibt positive und negative Aspekte. Wichtig ist, dass ich die gleichen Aussagen wie Bradl gemacht habe. Er wird weitertesten und neue Dinge ausprobieren. Deshalb ist es wichtig, dass man das gleiche Gefühl wie der Testfahrer hat.“ Wann Marquez dieses neue Chassis im Rennen einsetzen wird, ist noch offen.

Abgesehen davon war der Weltmeister auch mit seinem Rennmotorrad auf der Strecke. „Mit meinem Motorrad haben wir im Bereich der Motorbremse für den Kurveneingang gearbeitet. Dort hatten wir in den ersten drei Rennen Probleme. Für Jerez haben wir uns schon gesteigert, aber es gibt noch Schwächen. Daran haben wir gearbeitet und auch etwas gefunden.“

Zwei Stürze von Jorge Lorenzo

Zwischen Austin und Jerez hatte Honda die Software modifiziert. Insgesamt drehte Marc Marquez am Montag 75 Runden. Sein Teamkollege Jorge Lorenzo kam auf 93 Umläufe und auf eine persönliche Bestzeit von 1:37.466 Minuten. Kurz vor 16:00 Uhr stürzte Lorenzo in Kurve 6, konnte kurz danach aber weiterarbeiten. Kurz vor 18:00 Uhr gab es dann in Kurve 7 einen zweiten Crash.

„Ich konnte viele Runden fahren und viele Dinge ausprobieren“, sagt Lorenzo zu seinem Tag. „Das war wichtig, denn ich versuche immer noch die Zeit aufzuholen, die ich durch die verpassten Tests zu Jahresbeginn verloren habe. Wir haben auch interessante Dinge für die nächsten Rennen gefunden. Leider hatte ich zwei Stürze. Ich habe Schmerzen, bin aber okay. Ich bedanke mich bei den Honda-Ingenieuren für ihre harte Arbeit.“

Servus MotoGP WhatsApp: Hol‘ Dir jeden Tag die wichtigsten MotoGP-News kostenlos auf Dein Handy!

© MessengerPeople