Misano-Sieger Marc Marquez ist beim San-Marino-GP der einzige Honda-Pilot in den Top 10 – seine Markenkollegen haben mit der RC213V schwer zu kämpfen.

Marc Marquez bescherte Honda beim San-Marino-GP in Misano einen weiteren MotoGP-Sieg und ist voll auf Kurs, um seinen Titel zu verteidigen. Wie außergewöhnlich Marquez‘ Leistung beim 13. Saisonlauf war, wird mit einem Blick auf die Ergebnisse der anderen Honda-Piloten deutlich. Marquez‘ angeschlagener Teamkollege Jorge Lorenzo kam als 14. ins Ziel. Die LCR-Piloten Cal Crutchlow und Takaaki Nakagami stürzten und gingen damit beide leer aus.

„Mir ist bewusst, dass wir einige deutliche Schwächen haben. Daran arbeiten wir“, kommentiert Marquez die Probleme mit der 2019er-Honda. „Es ist schwierig, schnell zu sein.“ Marquez bewegt die RC213V ständig am Limit und rettet Situationen, in denen andere Fahrer stürzen. Dadurch hat der Spanier so viel Selbstvertrauen beim Fahren.

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Marquez‘ Fahrstil macht den Unterschied

„Ich bin mir nicht sicher, ob die Kameras es eingefangen haben. Aber ich habe zwei oder drei Stürze verhindert. Das ist auf meinen Stil mit den Ellenbogen zurückzuführen. Die anderen Honda-Piloten stürzen vermutlich, wenn sie die Front verlieren. Dadurch sinkt das Vertrauen“, begründet er.

„Honda arbeitet sehr hart, um für alle Fahrer ein konkurrenzfähiges Motorrad zu bauen. Wichtig ist, dass meine Kommentare, die Feedbacks von Crutchlow und von Lorenzo in die gleiche Richtung gehen“, berichtet Marquez.

„Wir versuchen, das Motorrad für die kommende Saison zu verbessern. Weil die Gegner – Yamaha und Suzuki – sehr hart arbeiten und von Rennen zu Rennen besser werden. Doch zum Glück macht der Fahrer in der MotoGP den größten Unterschied aus und ist wichtiger als das Motorrad“, so Marquez.