Fabio Quartararo gesteht, dass er die schnelle Bergab-Kurve hinter den Boxen des Sachsenrings mit Vollgas probiert hat. Marquez und Vinales sind überrascht.

Nach starkem Freitag, an dem er als Zweitschnellster nur knapp hinter Marc Marquez zurücklag, begann der Samstag auf dem Sachsenring für Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) mit einer Schrecksekunde. Am Ende des dritten Freien Trainings hatte der MotoGP-Rookie in der schnellen Bergab-Kurve hinter den Boxen, die nach Ralf Waldmann benannt ist, alle Hände voll zu tun, im Sattel zu bleiben.

„Am Morgen habe ich mit frischen Reifen gepusht. In meiner vierten Runde habe ich versucht, diese Kurve mit Vollgas zu nehmen“, gesteht Quartararo. Die Yamaha M1 schüttelte sich stark auf und der 20-jährige Franzose schlug auf dem Tank auf. Dabei kugelte er sich vorübergehend die linke Schulter aus.

Im vierten Freien Training und auch im Qualifying konnte Quartararo aber antreten und schaffte es in Q2 schließlich zum vierten Mal hintereinander in die erste Startreihe. Mit 0,205 Sekunden Rückstand auf Polesetter Marc Marquez (Honda) musste er sich am Samstag wie schon am Freitag einzig dem Sachsenring-Spezialisten geschlagen geben.

Das Qualifying der MotoGP: HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland

Marquez und Vinales von Vollgas-Aussage überrascht

Als Marquez und auch der Drittschnellste des Qualifyings – Maverick Vinales – in der Pressekonferenz auf die bei dieser Gelegenheit getätigte Aussage von Quartararo angesprochen werden, wonach dieser versuchte, die Waldmann-Kurve mit Vollgas zu fahren, zeigen sie sich überrascht.

„Dabei ist er noch nicht einmal gestürzt“, staunt Marquez und sagt über die schnelle Bergab-Rechts: „Es hängt davon ab, wie man mit der Elektronik arbeitet. Ich bevorzuge es aber, das Gefühl in der Hand zu haben.“ Vinales sagt: „Wenn man sich in dieser Kurve hinlegen will, kann man es [mit Vollgas] versuchen.“

Quartararo scherzt über Schmerzen

Nachdem er sich bei seiner Schrecksekunde die linke Schulter vorübergehend ausgekugelt hat, scherzt Quartararo in Anspielung darauf und auf seinen vor vier Wochen operierten rechten Arm: „Jetzt ist es wenigstens ausgeglichen.“

„Ich warte jetzt mal ab, wie ich in der Früh aufwachen werde. Ich gehe aber davon aus, dass es okay sein sollte. Im Arm rechne ich mit weniger Schmerzen als zuletzt in Assen. Das Rennen ist lang, aber ich bin zuversichtlich“, so der Petronas-Yamaha-Rookie, der am Sonntag die Chance hat, zum dritten Mal hintereinander auf das Podium zu fahren.

MotoGP 2019 am Red Bull Ring in Spielberg:
Hol dir deine Tickets!
   - WERBUNG -