Alex Marquez feiert seinen vierten Moto2-Sieg 2019. Brad Binder mit der KTM Zweiter. Lokalmatador Marcel Schrötter steht als Dritter auf dem Podest!

Der Spanier Alex Marquez (Kalex) holte sich den Sieg im Moto2-Rennen auf dem Sachsenring (Deutschland). Für den Spanier war es im neunten Saisonrennen schon der vierte Triumph. Damit übernahm Marquez vor der Sommerpause wieder die WM-Führung. Wenige Sekunden dahinter spielte sich ein spannender Dreikampf ab. KTM-Pilot Brad Binder setzte sich schließlich durch und fuhr als Zweiter ins Ziel.

Und der Deutsche Marcel Schrötter (Kalex) wurde Dritter und stand erstmals bei seinem Heimrennen auf dem Podest . „Das ist stark! Es war ein toller Kampf“, schwärmt der 26-Jährige. „Kurz vor dem Start wechselten wir am Vorderrad noch vom harten auf den weichen Reifen. Ganz perfekt war es nicht, vor allem in den schnellen Kurven. Ich denke aber, es war trotzdem die richtige Entscheidung. Ich freue mich sehr, zurück auf dem Podium zu sein, noch dazu bei meinem Heimrennen.“

Das Rennen der Moto2: HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland

In der Anfangsphase des Rennens über 28 Runden gab es viele Überholmanöver und Platzverschiebungen. Schrötter schnappte sich am Ende des ersten Umlaufs in der Zielkurve die Führung, doch der Deutsche blieb nicht lange vorne. Schrötter verlor einige Positionen, konnte sich bei Rennhalbzeit aber doch in der Führungsgruppe behaupten.

Lüthi gegen Vierge: Long-Lap-Penalty für den Schweizer

An der Spitze lieferten sich im ersten Renndrittel Marquez und Iker Lecuona (Kalex) ein Duell um die Führung, während von hinten Binder von Startplatz 17 eine Aufholjagd zeigte und bis in die Spitzengruppe vordrang. Auch Tom Lüthi (Kalex) arbeitete sich kontinuierlich nach vor. 16 Runden vor Rennende probierte der Schweizer in Kurve 1 ein Überholmanöver gegen Xavi Vierge (Kalex). Dabei kam es zu einer Berührung, in deren Folge Vierge ins Kiesbett stürzte und sich über Lüthi ärgerte.

Für diesen Zwischenfall musste Lüthi die Long-Lap-Penalty nehmen. Dadurch fiel er zu diesem Zeitpunkt hinter Fabio di Giannantonio (Speed Up) auf Platz sechs zurück. 15 Runden vor Rennende führte Marquez knapp vor Binder und Lecuona. Wenige Meter dahinter lauerte Schrötter auf seine Chance. Kurz darauf bekam Binder Schwierigkeiten, wodurch Marquez plötzlich einen kleinen Vorsprung hatte.

Marquez kann sich absetzen

Diese Chance nutzte der Spanier und gab Gas, um seinen Abstand zu den Verfolgern zu vergrößern. Das klappte auch, denn zehn Runden vor Rennende hatte Marquez fast zwei Sekunden Vorsprung auf das Trio Binder/Lecuona/Schrötter. Acht Runden vor Rennende fand Schrötter einen Weg an den beiden KTM-Fahrern vorbei und war Zweiter. Doch der Dreikampf war noch nicht zu Ende. Binder und Lecuona ließen nicht locker, sie attackierten und überholten den Deutschen .

Schließlich behauptete sich Binder knapp vor Schrötter. Lecuona probierte noch in der letzten Runde ein Manöver, aber der Spanier stürzte in der allerletzten Kurve und saß wütend auf sich selbst im Kiesbett. An der Spitze machte Marquez alles klar. Er fuhr mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung als Sieger über die Ziellinie. In der WM hat der Spanier nun acht Punkte Vorsprung auf Lüthi .

„Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt Marquez im Moment des Sieges. „Normalerweise tue ich mich auf dieser Strecke ziemlich schwer und in den Trainings bin ich nicht viele Runden gefahren. Mein Start war auch alles andere als gut. Doch dann lief es auf einmal. Ich konnte es gar nicht glauben und bin natürlich sehr glücklich.“

Keine WM-Punkte für Folger und Tulovic

Den vierten Platz von Lecuona erbte am Ende di Giannantonio. Lüthi kam nach seiner Strafe als Fünfter ins Ziel. Das Pons-Duo Augusto Fernandez und Lorenzo Baldassarri (beide Kalex) spielte keine Rolle bei der Vergabe der Podestplätze. Sie belegten die Plätze sechs und sieben. Dahinter komplettierten Jorge Navarro (Speed Up), Jorge Martin (KTM) und Luca Marini (Kalex) die Top 10.

Jonas Folger (Kalex) sammelte bei seinem Heimrennen als 17. keine WM-Punkte. Und auch Lukas Tulovic (KTM) hatte mit Platz 24 kein Erfolgserlebnis.

Nun beginnt für die Motorrad-WM die Sommerpause. Der nächste Grand Prix findet am 4. August in Brünn (Tschechien) statt.

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