Perfektes Qualifying für Intact: Marcel Schrötter steht beim Italien-GP auf der Pole-Position und Tom Lüthi auf Startplatz zwei – Alex Marquez komplettiert Reihe eins

Das deutsche Intact-Team zeigte beim Italien-Grand-Prix in Mugello ein perfektes Qualifying und holte die beiden ersten Startplätze. Marcel Schrötter (Kalex) schob sich in der Schlussphase auf die Pole-Position und verdrängte Teamkollege Tom Lüthi, der lange Zeit die Wertung anführte. Lediglich 0,040 Sekunden lagen zwischen den Intact-Piloten. Alex Marquez (Kalex) komplettiert die erste Startreihe.

Bereits im Q1 wurde es spannend. Vier Fahrer konnten sich für den finalen Qualifying-Durchgang qualifizieren. Unter den Q1-Kandidaten fanden sich alle KTM-Piloten wieder, denn nach dem FT3 lagen zwölf Kalex- und zwei Speed-Up-Piloten in den Top 14. Und auch WM-Leader Lorenzo Baldassarri (Kalex) musste den Umweg über das Q1 gehen.

Augusto Fernandez‘ (Kalex) 1:51.625er-Zeit aus dem FT3 war die bisher schnellste Zeit des Wochenendes. Marc-VDS-Pilot Xavi Vierge (Kalex) beendete das Q1 mit einer 1:51.659er-Runde auf Position eins und stieg zusammen mit Jorge Martin (KTM), Lorenzo Baldassarri und Nicolo Bulega (beide Kalex) ins Q2 auf.

Tech-3-Pilot Marco Bezzecchi (KTM) stürzte in Kurve 3. Und auch für Moto2-Laufsieger Brad Binder (KTM) verlief das Q1 nicht nach Plan. Der Ajo-Pilot scheiterte knapp an der Q2-Qualifikation und steht am Sonntag auf Startplatz 19. Somit konnte mit Moto3-Weltmeister Jorge Martin nur ein KTM-Pilot ins Q2 aufsteigen.

Tom Lüthi übernimmt die Spitze

Pünktlich um 15:30 Uhr startete das Q2, in dem die 14 direkt qualifizierten Fahrer und die vier Q1-Aufsteiger die Startaufstellung ausfuhren. Nach dem ersten Schlagabtausch behauptete sich Tom Lüthi mit einer 1:51.169er-Runde die Wertung an. Dahinter lag Alex Marquez auf der zweiten Position vor Nicolo Bulega. Marcel Schrötter fand sich nur auf der 17. Position wieder.

Doch Schrötter konnte sich deutlich steigern und fuhr sieben Minuten vor dem Ende des Q2 auf die fünfte Position. Intact-Teamchef Jürgen Lingg bestätigte im Laufe des Qualifyings, dass Schrötter nach wie vor mit Schmerzen fährt.

Lüthi kann sich nicht weiter verbessern, Schrötter profitiert

Alex Marquez war auf Bestzeitkurs, lief aber auf Tetsuta Nagashima (Kalex) auf. Der Spanier schimpfte wild und ärgerte sich über die verpasste Chance, die Spitzenposition zu übernehmen.

Lüthis Zeit blieb weiter unterreicht. Das Hinterrad des Schweizers war heiß begehrt. Doch Lüthi wollte sich nicht darauf einlassen und brach seine letzte Runde ab. Er konnte sich nicht weiter verbessern.

Schrötter notierte beim vorletzten Versuch eine absolute Bestzeit im ersten Sektor, musste seine Runde aber ebenfalls abbrechen und musste einen neuen Anlauf starten. Erneut fuhr der Deutsche absolute Sektorbestzeiten. Er schraubte die Bestzeit auf 1:51.129 Minuten herunter und verdrängte Lüthi von Position eins. Schrötter teilt sich die erste Reihe mit seinem Teamkollegen und Le-Mans-Sieger Alex Marquez.

„Das ist unglaublich!“, bemerkt Schrötter. „Wir haben uns zuletzt schwer getan. Wie jeder weiß, lässt es sich mit einer Fußverletzung nicht besonders gut fahren. Seit der Operation geht es aber deutlich besser. Beim Fahren tut es kaum noch weh, nur noch beim Laufen. Dass ich zuletzt Probleme hatte, lag an einer Kombination aus der Verletzung und dem neuen Hinterreifen, der seit Jerez gefahren wird. Hier läuft es aber besser. Am Schluss ließ ich nochmals einen frischen Hinterreifen aufziehen und mit dem hatte ich richtig guten Grip.“

Teamkollege Lüthi lobt die Arbeit der Intact-Mannschaft: „Das Team leistet seit Beginn des Wochenendes hervorragende Arbeit. Ich konnte früh in der Session eine gute Rundenzeit setzen, am Ende war Marcel aber einen Tick schneller. Glückwunsch an ihn! Jetzt freue ich mich auf ein tolles Rennen morgen.“

Rückschlag für den WM-Leader

WM-Leader Lorenzo Baldassarri wird das Heimrennen nur von der 15. Position aus in Angiff nehmen. Und auch Landsmann Mattia Pasini fuhr kein gutes Qualifying. Der Routinier wurde im Q2 Letzter.

Kiefer-Pilot Lukas Tulovic (KTM) landete im Q1 auf der zehnten Position und muss den Italien-Grand-Prix von Startplatz 24 in Angriff nehmen. Landsmann Philipp Öttl wurde im Q1 auf Position 13 gelistet und steht somit auf der 27. Position.

Das Moto2-Rennen in Mugello wird am Sonntag um 12:20 Uhr gestartet.

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