Erst vor knapp einer Woche in Misano siegreich, ist Tatsuki Suzuki auch im ersten Freien Training der Moto3 in Aragon Schnellster – Celestino Vietti mit bösem Highsider.

Honda-Pilot Tatsuki Suzuki ist mit einer Bestzeit ins Renn-Wochenende von Aragon gestartet. Damit knüpft der Japaner nahtlos an seinen Sieg in Misano an. Er führte das erste Freie Training der Moto3 mit einer Zeit von 1:58,987 Minuten an und verwies Markenkollege John McPhee auf Platz zwei. Dritter wurde Jaume Masia (KTM).

Zum ersten Training des Tages waren die Bedingungen trocken und sonnig. Die Außentemperatur lag bei 19 Grad, der Asphalt hatte 21 Grad. Die Mehrheit der 31 Piloten verlor keine Zeit und ging sofort auf die Strecke. Einzig der spätere Spitzenreiter Suzuki wartete noch kurz an der Box, bevor er die Session schließlich auch aufnahm.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Heftiger Abflug von Celestino Vietti

Nach wenigen gefahrenen Runden kam es zu einem ersten Zwischenfall, als Celestino Vietti (KTM) in Kurve 6 per Highsider abflog. Der Fahrer aus dem Sky-Racing-Team knallte hart auf den Asphalt und hielt sich nach dem Sturz das Bein. Glücklicherweise konnte er aber – wenn auch humpelnd und von Streckenhelfern gestützt – die Unfallstelle verlassen.

Auf der Strecke bestimmten zunächst die Leopard-Teamkollegen Marcos Ramirez und Lorenzo Dalla Porta das Tempo. Beide wurden aber schnell wieder von der Spitze verdrängt. Die Zeiten steigerten sich schnell auf hohe 2:00er-Werte. Zur Halbzeit führte KTM-Pilot Masia das Klassement mit einer Bestzeit von 2:00,855 Minuten an.

Bei Anbruch der letzten zehn Minuten übernahm Ramirez wieder die Führung. Mit einer Zeit von 1:59,665 Minuten distanzierte er den Rest des Feldes um mehr als eine Sekunde. Einzig Aron Canet (KTM) konnte das Tempo annähernd mitgehen, ordnete sich mit einem Rückstand von drei Zehntelsekunden auf Platz zwei ein.

Suzuki dominiert finalen Schlagabtausch

Im finalen Schlagabtausch wurde das Feld noch einmal deutlich schneller und schob sich wieder näher zusammen. Suzuki blieb schließlich der Einzige unter 1:59 Minuten und hielt damit die Spitze, gefolgt von McPhee und Masia. Andrea Migno und Filip Salac (beide KTM) rundeten die Top 5 ab, die knapp sieben Zehntelsekunden trennten.

Gabriel Rodrigo wurde mit einem Rückstand von 0,676 Sekunden Sechster vor Ramirez und Canet. Ayumu Sasaki (Honda) und Jakub Kornfeil (KTM) komplettierten die Top 10. WM-Leader Dalla Porta beendete die Session auf Platz 13. Vietti konnte nach seinem Sturz nicht mehr ins Geschehen eingreifen und wurde als Vorletzter gewertet.

Drei Fahrer fehlen verletzungsbedingt in Aragon: Niccolo Antonelli, Romano Fenati (beide Honda) und Can Öncü (KTM) können infolge ihrer Stürze in Misano nicht antreten. Für sie springen Davide Pizzoli, Julian Jose Garcia und Can Öncü ein. Außerdem sind mit Gerard Riu Male und Carlos Tatay (beide KTM) zwei Wildcard-Fahrer am Start.