Während sich sechs Piloten gleichzeitig ins Kiesbett verabschieden, fährt Leopard-Pilot Marcos Ramirez seinen ersten Moto3-Sieg ein

Das erste der drei Rennen beim Motorrad-Grand-Prix von Katalonien 2019 in Barcelona stand im Zeichen eines frühen Massensturzes und eines Premierensieges nach packender Schlussphase.

Beim Rennen der Moto3-Klasse legten sich in Kurve 4 der sechsten Runde gleich sechs Piloten gleichzeitig ins Kiesbett: Albert Arenas und Raul Fernandez (beide Nieto-KTM), Sergio Garcia (Estrella-Galicia-Honda), Can Öncü (Ajo-KTM), Filip Salac (Prüstel-KTM) und Vicente Perez (Avintia-KTM).

Die beiden Letztgenannten konnten weiterfahren. Für die anderen vier war das Rennen an Ort und Stelle beendet. Sie waren aber nicht die einzigen, die im Verlauf des 22-Runden-Rennens zu Boden gingen.

Für den ersten Sturz hatte Tatsuki Suzuki (SIC58-Honda) direkt in der ersten Runde gesorgt. Später legten sich unter anderem auch Argentinien-Sieger Jaume Masia und Teamkollege Andrea Migno (beide Dubai-KTM) sowie Kazuki Masaki und Makar Yurchenko (beide Skull-KTM) hin.

Ramirez siegt vor Canet und Vietti

Den Sieg holte sich im spannenden Finish schließlich Marco Ramirez (Leopard-Honda) vor WM-Spitzenreiter Aron Canet (Max-KTM) und Celestino Vietti (VR46-KTM). Für Ramirez, der seit Mitte der Saison 2016 auf Vollzeitbasis in der Moto3-WM fährt, ist es der erste Sieg seiner Karriere.

Die Top 5 lagen innerhalb einer Sekunde und wurden von Alonso Lopez (Estrella-Galicia-Honda; 4.) und Dennis Foggia (VR46-KTM; 5.) abgerundet. Indes war Kaito Toba (Asia-Honda) in Kurve 10 der letzten Runde in Führung liegend gestürzt und vergab damit die Chance auf seinen zweiten Saisonsieg nach dem Auftaktrennen in Doha.

Doppelter Beleg für die Abwechslung in der Moto3-WM 2019: Marcos Ramirez ist im siebten Rennen bereits der siebte unterschiedliche Saisonsieger. Schon im Qualifying hatte es in Person von Gabriel Rodrigo (Gresini-Honda) den siebten unterschiedlichen Polesetter in dieser Saison gegeben. Das Rennen allerdings beendete Rodrigo nach einem Sturz in der vorletzten Runde nicht.

Zwei Honda-Defekte in Führung liegend

Auch zwei andere Mitfavoriten kamen nicht ins Ziel. In ihrem Fall war es aber kein Sturz. Sowohl der als WM-Zweiter angereiste Lorenzo Dalla Porta (Leopard-Honda) als auch Mugello-Sieger Tony Arbolino (Snipers-Honda), der den Start gewonnen hatte, schieden in Führung liegend mit Defekt aus.

In der Gesamtwertung hat Aron Canet mit seinem zweiten Platz den Vorsprung auf Verfolger Lorenzo Dalla Porta von drei auf 23 Punkte ausgebaut. Das nächste Rennen steigt in zwei Wochen in Assen (Niederlande).

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