Pole-Setter John McPhee kann sich auch im Moto3-Rennen von Le Mans durchsetzen – Dalla Porta und Canet auf dem Podest – Insgesamt nur 17 Piloten im Ziel

Von der Pole-Position zum Sieg: Honda-Pilot John McPhee triumphiert in Le Mans und sichert sich in einem engen Moto3-Rennen seinen ersten Sieg in dieser Saison. Markenkollege Lorenzo Dalla Porta stürmt von Startplatz 13 auf den zweiten Rang. KTM-Pilot Aron Canet wird nach einem harten Duell mit Kaito Toba (Honda) Dritter.

Für McPhee ist es erst der zweite GP-Sieg nach seinem Moto3-Erfolg in Brünn 2016. „Ich kann es nicht in Worte fassen. Ich bin so glücklich“, freute er sich im Parc Ferme von Le Mans. „Es war ein harter Start in die Saison. Jetzt fällt eine große Last von mir ab. Gestern war ein Wendepunkt und ich bin einfach nur begeistert.“

Grand Prix de France: Das Rennen der Moto3

Der Grand Prix war als Trockenrennen deklariert worden, weshalb alle auf Slicks an den Start gingen. Allerdings blieb das Wetter unbeständig, die Bedingungen waren schwierig, was sich bereits in den ersten Runden zeigte. Während Tony Arbolino (Honda) aus der ersten Reihe den besten Start erwischte, kam es weiter hinten zum ersten Zwischenfall.

Sergio Garcia (Honda) stürzte und zwang damit auch Filip Salac (KTM) ins Kiesbett. Kurz darauf flog im Spitzenfeld Ai Ogura (Honda) ab, dessen Motorrad zurück auf die Strecke schnellte und mitten im Pulk landete. Zum Glück konnten alle nachfolgenden Fahrer rechtzeitig ausweichen, das hätte sonst leicht zu einem Massencrash führen können.

An der Spitze wurde Arbolino nach zwei Runden von Tatsuki Suzuki (Honda) abgelöst. Zu den ersten Verfolgern zählten neben Pole-Setter McPhee auch Gabriel Rodrigo (Honda) und Andrea Migno (KTM). Von den Startplätzen 12 und 13 hatten außerdem Canet und Dalla Porta den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt, die sich bereits früh im Rennen absetzen konnte.

Unruhiges Rennen mit vielen Stürzen

Bei den Verfolgern dezimierte sich das Feld indes weiter. Marcos Ramirez (Honda), aus der zweiten Reihe gestartet, stürzte in Runde 7. Zuvor waren weiter hinten im Feld Darryn Binder (KTM) und Riccardo Rossi (Honda) ausgeschieden. Romano Fenati (Honda) gab sein Rennen nach neun Runden auf. Er war am Freitag schwer gestürzt und hatte zu große Schmerzen.

In der Führungsgruppe wurde es derweil immer unruhiger. Konnte Suzuki die Spitze in der ersten Rennhälfte noch behaupten, wechselte sie in den letzten zehn Runden mehrfach. Zu einer Schlüsselszene kam es, als Suzuki die Kontrolle über seine Honda verlor, stürzte und Arbolino mit sich zu Boden riss – für beide das Ende.

Besonders bitter: Kurz zuvor war bereits Suzukis Teamkollege Niccolo Antonelli aus dem Rennen geschieden. Nach dem Doppelsieg in Jerez ging die SIC58-Mannschaft diesmal komplett leer aus. Durch den Sturz von Suzuki hatte McPhee vor Dalla Porta und Migno die Führung übernommen, ihr Vorsprung war aber geschmolzen.

Neben Canet und Rodrigo zählte nun auch Toba Zur Spitzengruppe und meldete Ansprüche auf einen Podestplatz an. Im Zweikampf mit Canet kam es dann aber zur Berührung. Toba fiel auf Platz sechs zurück, während sich Canet den letzten Platz auf dem Treppchen sichern konnte. Rodrigo kam als Vierter vor Migno ins Ziel.

Die weiteren Plätze in den Top 10 belegten KTM-Fahrer: Celestino Vietti wurde Siebter, dahinter reihten sich Kazuki Masaki, Jakub Kornfeil und Raul Fernandez ein. Den letzten Punkt holte sich Salac aus dem deutschen Prüstel-Team, der sein Rennen nach dem Zwischenfall mit Garcia zu Beginn glücklicherweise fortsetzen konnte.

Insgesamt sahen nur 17 Fahrer die Zielflagge, nachdem es in der Schlussphase zu weiteren Stürzen von Dennis Foggia (KTM) und Alonso Lopez (Honda) gekommen war. In der WM baute Canet dank seines dritten Platzes die Führung auf 74 Punkte aus. Dalla Porta hat auf Platz zwei 14 Punkte Rückstand. Antonelli fiel auf Rang drei (57) zurück.

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