Lokalmatador Tony Arbolino holt sich beim Italien-Grand-Prix in Mugello seinen ersten Sieg – Lorenzo Dalla Porta muss sich knapp geschlagen geben

Honda-Pilot Tony Arbolino hat sich beim Heimspiel in Mugello seinen ersten Grand-Prix-Sieg geholt. Der Italiener setzte sich in einem spannenden Foto-Finish gegen Landsmann Lorenzo Dalla Porta (Honda) durch. Jaume Masia komplettierte das Podium und war bester KTM-Pilot.

Pole-Setter Tony Arbolino teilte sich die erste Startreihe mit seinen Honda-Markenkollegen Gabriel Rodrigo und Lorenzo Dalla Porta. WM-Leader Aron Canet startete mit seiner KTM nur aus Reihe drei in den sechsten Grand Prix der laufenden Moto3-WM-Saison.

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Rodrigo gelang der beste Start. Der Argentinier bog mit seiner Gresini-Honda als Führender in Kurve 1, wurde aber bereits eine Kurve später von Arbolino von der Spitzenposition verdrängt. Alle 31 Moto3-Piloten kamen ohne Stürze durch die ersten Kurven.

Ganz ohne Zwischenfälle ging die erste Runde aber nicht zu Ende. Kazuki Masaki (KTM) war das erste Sturzopfer des Rennens. Der Japaner hatte großes Glück, nicht von den folgenden Fahrern überrollt zu werden.

An der Spitze wechselten die Positionen beinahe von Kurve zu Kurve. Durch die Wirkung des Windschattens konnte sich keiner der Fahrer absetzen. Gabriel Rodrigo war der erste der Spitzenfahrer, der zu Sturz kam. Der WM-Achte verlor in Kurve 4 das Vorderrad und ärgerte sich im Kiesbett über seinen Fehler.

Niccolo Antonelli kämpft sich durchs Feld

Die Top 11 konnten sich leicht von den Verfolgern absetzen, doch Honda-Pilot Niccolo Antonelli führte die Verfolgergruppe an und stellte mit der schnellsten Runde des Rennens den Anschluss wieder her. An der Spitze zogen die Fahrer das Tempo an. Die Top 7 fuhren nach einigen Runden eine Lücke von einer Sekunde auf die Verfolger heraus.

Lorenzo Dalla Porta (Honda), Darryn Binder (KTM), Tony Arbolino (Honda), Tatsuki Suzuki (Honda), John McPhee (Honda), Aron Canet (KTM) und Dennis Foggia (KTM) bildeten die Spitzengruppe. Niccolo Antonelli hatte sich nach einem Drittel der Renndistanz auf die achte Position vorgearbeitet und versuchte, die Top 7 einzuholen. Er konnte seine Verfolger leicht abschütteln und fuhr ohne Windschatten zwischen den beiden Grüppchen.

Antonelli stellte den Anschluss an die Spitzengruppe her, die nun aus acht Fahrern bestand. Durch die Reibereien konnten auch Andrea Migno und Jaume Masia (beide KTM) zur Spitzengruppe aufschließen, die zur Rennhalbzeit aus zehn Fahrern bestand.

Lorenzo Dalla Porta behauptet sich an der Spitze

Leopard-Pilot Lorenzo Dalla Porta leistete den Großteil der Führungsarbeit und fuhr in den mittleren Sektoren einige Meter Vorsprung heraus. Absetzen konnte sich der Italiener aber nicht. Teamkollege Marcos Ramirez musste seine Honda neun Runden vor Rennende mit einem technischen Defekt abstellen.

Zu Beginn der zweiten Rennhälfte wurden die Zweikämpfe in der Spitzengruppe etwas aggressiver. Von Kurve zu Kurve wechselten die Positionen. Dalla Porta versuchte, sich an der Spitze zu behaupten, um sich nicht auf die Duelle mit seinen Kollegen einlassen zu müssen.

Zahlreiche Stürze im finalen Renndrittel

Fünf Runden vor Rennende kamen die ehemaligen VR46-Teamkollegen Romano Fenati und Andrea Migno zu Sturz. Wenig später erwischte es Ayumu Sasaki und Kaito Toba. Sasaki konnte nicht ausweichen, als Landsmann Toba bei einem Highsider von seiner Honda geworfen wurde. Kevin Zannoni (TM), Alonso Lopez (Honda) und Tom Booth-Amos (KTM) waren weitere Sturzopfer des Rennens.

An der Spitze probierte Dalla Porta immer wieder, eine Lücke zu seinen Verfolgern herauszufahren. Doch am Ende der Geraden waren die Gegner immer wieder am Heck der Honda mit der Nummer 48 dran. Sic58-Pilot Tatsuki Suzuki bog als Führender auf die Gerade, als es in die letzte Runde ging. Doch wenige Kurven später fand sich der Japaner nur noch auf Position sieben wieder.

Jaume Masia führte das Feld in der letzten Runde an. Dalla Porta und Arbolino brachten sich in Position für einen Angriff. Dalla Porta übernahm die Führung und bog als Führender auf die Gerade. Er kam mit viel Schwung auf die Gerade, doch Arbolino sicherte sich in einem Foto-Finish den Sieg. Es war der erste Grand-Prix-Sieg des Italieners.

Tony Arbolino jubelt über Debütsieg

„Das war harte Arbeit!“, bemerkt Arbolino. „Meine Herangehensweise hat sich geändert. Ich arbeite jeden Tag, um konzentriert zu sein und kann nicht beschreiben, wie ich mich fühle. Ich werde diesen Tag genießen.“

Dalla Porta musste sich hauchdünn geschlagen geben, kam durch seinen zweiten Platz aber bis auf drei Punkte an WM-Leader Aron Canet heran. „Wir arbeiteten über das komplette Wochenende richtig gut. Ich wollte gewinnen, weil das Motorrad fantastisch lief. Schlussendlich gelang uns das nicht, doch ich denke, wir können die Meisterschaft gewinnen. Versuchen wir es beim nächsten Rennen noch einmal“, kommentiert Dalla Porta. WM-Leader Canet beendete den Italien-Grand-Prix nur auf Position sieben.

Jaume Masia komplettiere in Mugello das Podium und war bester KTM-Pilot. „Ich pushte sehr hart, doch es war unmöglich, sie zu überholen. Ich machte einige Fehler, doch ich pushte sehr hart, um sie einzuholen“, beschreibt Masia sein Rennen. Niccolo Antonelli kam beim Heimspiel als Vierter ins Ziel. Dennis Foggia komplettierte die Top 5.

In zwei Wochen findet der nächste Grand Prix der Saison in Barcelona (Spanien) statt.

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