Toyn Arbolino knackt im ersten Freien Training von Silverstone den Rundenrekord und setzt sich an die Spitze. Schwerer Auffahrunfall zwischen Foggia und Masaki.

Honda-Pilot Tony Arbolino hat das erste Freie Training der Moto3 in Silverstone in neuer Rekordzeit beendet. Er unterbot die bisherige Bestmarke von Jorge Navarro aus dem Jahr 2015 um mehr als vier Zehntelsekunden und schloss die Session mit einer Zeit von 1:12.008 Minuten ab, gefolgt von Kaito Toba und Lorenzo Dalla Porta (beide Honda).

Die 31 Piloten starteten bei trockenen Bedingungen und frischen 16 Grad Außentemperatur in ihre erst 40-minütige Trainingssession auf der 5,9 Kilometer langen, neu asphaltierten Strecke. Mit dabei waren auch zwei Wildcard-Starter: Nach Spielberg ist der Österreicher Maximilian Kofler auch in Silverstone am Start. Außerdem gehört der Amerikaner Brandon Paasch zum Feld. Gabriel Rodrigo muss noch immer verletzt pausieren und wird von Jeremy Alcoba ersetzt.

Zu Beginn der Session setzte sich zunächst Spielberg-Sieger Romano Fenati (Honda) an die Spitze, wurde aber schnell verdrängt. Die Führung wechselte daraufhin mehrfach, zur Halbzeit markierte Fenatis Teamkollege Arbolino bereits eine vorläufige Bestzeit, gefolgt von WM-Leader Aron Canet und Jaume Masia (beide KTM).

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Arbolino mit neuer Rekordzeit

In den letzten Minuten des Trainings kam dann erwartungsgemäß noch einmal Bewegung ins Klassement. Mit Jakub Kornfeil und Ersatzfahrer Alcoba standen kurzfristig sogar zwei überraschende Namen an der Spitze. Den finalen Schlagabtausch entschied letztlich aber Arbolino mit neuer Rekordzeit für sich. Toba, Dalla Porta und Canet blieben auf den folgenden Plätzen ebenfalls unter 2:13 Minuten. Andrea Migno (KTM) hatte als Fünfter bereits 1,045 Sekunden Rückstand.

Die zweite Hälfte der Top 10 führten die beiden Honda-Markenkollegen Fenati und Alonso Lopez an. KTM-Pilot Kornfeil beendete die Session an Position acht, Alcoba wurde Neunter. Marcos Ramirez rundete die schnellsten Zehn mit einem Rückstand von 1,311 Sekunden ab. Auf dem langen Kurs in Silverstone fielen die Abstände deutlich größer aus.

Schlechter Start

Einen schlechten Start in die Session erlebte John McPhee, der bereits auf seiner ersten fliegenden Runde in Kurve 16 zu Boden. Er musste anschließend lange an der Box ausharren, bis seine Honda wieder fahrbereit war. Er kam am Ende nicht über Platz 25 hinaus. Für eine Schrecksekunde sorgten die KTM-Piloten Dennis Foggia und Kazuki Masaki. Letzterer verschätzte sich beim Anbremsen auf Kurve 1 deutlich und rauschte in das Heck von Foggia, weshalb beide zu Sturz kamen.

Wildcard-Starter Kofler ging nach Problemen mit der Vorderradbremse mit Verspätung auf Zeitenjagd. Er wurde Vorletzter und hatte 4,476 Sekunden Rückstand auf die Rekordzeit von Arbolino. Damit liegt noch viel Arbeit vor dem Österreicher, um aufzuschließen. Weiter geht es mit der Moto3 um 14:15 Uhr deutscher Zeit.