Nach fünf Jahren in der Moto2 soll 2020 endlich der Sprung in die MotoGP erfolgen: Alex Marquez‘ Manager Emilio Alzamora führt bereits Gespräche mit Pramac.

Seit 2015 startet Alex Marquez, der jüngere Bruder von Marc, in der Moto2 und konnte in der mittleren Kategorie bereits vier Rennen gewinnen. Nachdem Marquez 2017 seine bisher beste Moto2-Saison fuhr, deutete vieles darauf hin, dass der Spanier 2018 um die Meisterschaft kämpft und 2019 MotoGP fährt. Doch die Saison 2018 war für den ehemaligen Moto3-Weltmeister ein enttäuschendes Jahr ohne Sieg. Der Aufstieg in die MotoGP wurde verschoben. In der Saison 2020 könnte es aber zum Bruderduell in der Königsklasse kommen, denn Manager Emilio Alzamora verhandelt bereits mit Pramac-Ducati.

Pramac-Teammanager Francesco Guidotti versucht im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘, die Situation klein zu reden: „Die Sache wurde größer gemacht als sie eigentlich ist. Wir trafen uns mit Alzamora, um herauszufinden, welche Chancen es gibt, Alex zu uns zu holen. Das ist eine Standardprozedur.“

Miller hat 2020 keinen Vertrag

Jack (Miller) hat keinen Vertrag für das kommende Jahr. Wir müssen uns nach anderen Lösungen umschauen, wenn er ins Werksteam oder woanders hin wechseln möchte. Daher müssen wir einen Überblick über den Markt haben“, rechtfertigt Guidotti die Gespräche mit Marquez‘ Manager.

„Aber wir konzentrieren uns nicht auf einen bestimmten Fahrer und würden gern mit unserer bisherigen Paarung weitermachen. Ducati und wir haben die Situation nicht in der Hand. Sie können sich dazu entscheiden, uns zu verlassen“, erklärt Guidotti. „Alex hat keine Priorität anderen Fahrern gegenüber. Unser Wunsch wäre es, mit Pecco (Francesco Bagnaia) und Miller weiterzumachen. Doch das wird Miller anders sehen, denn er möchte ins Ducati-Werksteam.“

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Kein Dementi von Marquez

Alex Marquez dementiert die Gerüchte über den Aufstieg in die MotoGP nicht. Der 23-Jährige fühlt sich im Gegensatz zum Vorjahr bereit für die Königsklasse. „Ich meinte, dass ich den Schritt nicht mache, weil ich mich nicht ausreichend vorbereitet fühle. In diesem Jahr fühle ich mich besser vorbereitet. Ich denke, dass ich das Potenzial habe, den Schritt zu machen. Ich muss aber erst meine Arbeit auf der Strecke erledigen“, bemerkt Marquez.

Die neue Elektronik in der Moto2 spielt eine wesentliche Rolle. Denn seit 2019 haben die Fahrer der mittleren Kategorie deutlich mehr Möglichkeiten als zuvor und sind dadurch besser für die MotoGP vorbereitet.

„Alle schauen nach einem Wechsel in die MotoGP. Man muss schnell reagieren, doch das ist Emilios Aufgabe“, hält Marquez fest. „Ich habe eine sehr gute Beziehung zu den Pramac-Jungs, doch es ist Emilio, der die Gespräche führt. Er kennt sich besser aus als ich.“

Etwas überraschend ist die Tatsache, dass Alzamora beim Ducati-Kundenteam anklopft, um seinen Schützling unterzubringen. „Warum nicht?“, kommentiert Alex Marquez, als er gefragt wird, ob er sich vorstellen kann, eine Desmosedici zu pilotieren.

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