Wird Johann Zarco 2020 womöglich doch auf einer Desmosedici sitzen? Ein jüngstes Treffen mit den Ducati-Bossen in Valencia befeuert die Gerüchteküche.

Eigentlich hatte Johann Zarco einem möglichen Wechsel zu Avintia-Ducati für die MotoGP-Saison 2020 umgehend eine Absage erteilt, kurz nachdem entsprechende Gerüchte erstmals aufgekommen waren. „Ich will ein gutes Team mit einem guten Motorrad. Und für mich ist Avintia kein Top-Team“, sagte Zarco. Dann gehe er lieber zurück in die Moto2, ließ der Franzose die Medienvertreter wissen.

Dort würde ein Platz bei Marc-VDS frei, sollte Moto2-Weltmeister Alex Marquez in die Königsklasse aufsteigen. Und dort Teamkollege von Bruder Marc werden, was inzwischen offiziell bestätigt ist. Auf diesen Platz hatte eigentlich auch Zarco gehofft, nachdem er die Honda RC213V bereits bei LCR für drei Rennen testen durfte.

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Avintia-Interesse an Zarco offenbar groß

Als sich die Hoffnung zerschlug, tauchte Avintia als Alternative auf. Und trotz Zarcos Zweifeln scheint diese Möglichkeit noch nicht abgehakt zu sein. Das zumindest legt ein einstündiges Treffen des Franzosen mit Ducati-Rennleiter Gigi Dall’Igna und Sportdirektor Paolo Ciabatti am Montag nach dem MotoGP-Saisonfinale in Valencia nahe.

Das Interesse der Italiener an Zarco scheint groß. Sie wollen ihn offenbar davon überzeugen, dass ihm bei Avintia alle notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden, um ein konkurrenzfähiges Motorrad zu fahren. Auch wenn alles darauf hindeutet, dass es sich dabei um das Bike von 2019 und kein aktuelles Modell handeln würde.

Eigentlich stehen bei Avintia für 2020 Tito Rabat und Karel Abraham unter Vertrag. Dem Vernehmen nach soll Zarco Letzteren ersetzen. Zwischenzeitlich war auch über einen Wechsel des Franzosen zu Pramac spekuliert worden. Doch die Idee, Jack Miller ins Werksteam zu befördern und Danilo Petrucci zu Avintia zu degradieren, scheint vom Tisch.

Update: Am frühen Montag Abend bestätigte Ducati in einem Statement, dass man Avintia auch in den beiden kommenden Jahren beliefern und die Zusammenarbeit sogar intensivieren wolle. Als offizielles Satelliten-Team werde Avintia „über bedeutende Verbesserungen verfügen, die es dem Team ermöglichen, einen Schritt nach vorn zu machen“.