Maverick Vinales und Fabio Quartararo bescheren Yamaha am Freitag eine Doppel-Führung – auch Valentino Rossi ist in den Top 10, Marc Marquez hat noch Rückstand.

Yamaha bleibt in Assen vorne. Nachdem Fabio Quartararo in FP1 am Vormittag die Bestzeit gesetzt hatte, war Maverick Vinales am Nachmittag der schnellste Mann auf dem TT Circuit. Der Werkspilot umrundete den Kurs in 1:32,638 Minuten und setzte damit die Tages-Bestzeit. Quartararo war ebenfalls wieder schnell unterwegs, der Petronas-Kundenpilot wurde mit 0,180 Sekunden Rückstand Zweiter.

Die große Zeitenjagd begann wie erwartet erst in den letzten zehn Minuten der Session. Alle Piloten unternahmen noch einmal den Versuch, sich in die Top 10 zu schieben, um vorläufig direkt für Q2 am Samstag qualifiziert zu sein. Rang drei ging dabei an Danilo Petrucci (+0,314 Sekunden) vor seinem Ducati-Teamkollegen Andrea Dovizioso (+0,585), der am Vormittag nur 13. geworden war.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Andrea Iannone überrascht – und stürzt

Alex Rins (Suzuki/+0,667) wurde Fünfter vor Andrea Iannone (Aprilia/+0,717), der mit Platz sechs überraschte. Ganz ohne Sturz ging es für Iannone aber wieder einmal nicht, er crashte in den Schlussminuten, übernachtet aber trotzdem in den Top 10 – und sogar noch eine Position vor Marc Marquez (Honda/+0,775). Der WM-Spitzenreiter hat am Samstag noch Luft nach oben.

Ganz ohne Aufregung verlief das Training für Marquez zudem nicht. In Kurve 5 wurde er zu Beginn einmal von Danilo Petrucci aufgehalten, der langsam auf der Ideallinie unterwegs war. Marquez quittierte die Aktion mit einem Kopfschütteln. Die Top 10 komplettierten derweil Joan Mir (Suzuki/+0,777), Valentino Rossi (Yamaha/+0,879) und Cal Crutchlow (LCR-Honda/+1,089).

Nach Sturz-Aus: Bradl als Lorenzo-Ersatz?

Nicht mit dabei war Jorge Lorenzo. Für ihn ist das Assen-Wochenende nach seinem Crash in FP1 bereits gelaufen. Noch ist unklar, ob das Honda-Werksteam im Rennen damit nur mit einem Motorrad an den Start gehen wird. HRC-Testpilot Stefan Bradl wäre theoretisch in Assen vor Ort und könnte bereits ab FP3 am Samstag das Lorenzo-Bike übernommen. Das ist aktuell aber reine Spekulation.

Rund 15 Minuten vor Ende der Session wurden Erinnerungen an Lorenzos Crash in FP1 wach, als Johann Zarco seine KTM ebenfalls in Kurve 7 bei einem Sturz über das Vorderrad zerlegte. Im Gegensatz zu Lorenzo steckte der Franzose den Crash aber glücklicherweise ohne größere Verletzung weg und konnte in der Schlussphase auf seinem zweiten Bike noch einmal auf die Strecke gehen.

Am Ende reichte es für ihn mit 1,556 Sekunden Rückstand zu Platz 17. Damit war er relativ nah an Teamkollege Pol Espargaro (+1,333) dran, der 15. wurde. Beide müssen sich aber noch steigern, wenn sie sich am Samstag für Q2 qualifizieren wollen. Das gilt auch für das Pramac-Ducati-Duo Francesco Bagnaia (+1,177) und Jack Miller (+1,236). Die beiden landeten auf den Positionen elf und 13.

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