Über weite Strecken bestimmt Seriensieger Marc Marquez das erste Training, dann aber ist Fabio Quartararo einen Tick schneller – Valentino Rossi landet auf Platz drei.

Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) untermauert auch auf dem Sachsenring seinen Speed über eine fliegende Runde. Kurz vor Ablauf der Zeit im ersten Freien Training der MotoGP für den Grand Prix von Deutschland stellte der Franzose mit 1:21,390 Minuten die Bestzeit auf. Damit knackte er noch die Marke von Marc Marquez (Honda) um 0,074 Sekunden. Der Weltmeister musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen. Doch er hinterließ auf einer seiner Paradestrecken einmal mehr einen starken Eindruck.

Von Beginn an war Marquez der mit Abstand schnellste Fahrer. Die meiste Zeit hatte er eine halbe Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz. Marquez fuhr das komplette Training mit einem Reifensatz durch. Er war übrigens der einzige Fahrer, der den harten Vorderreifen verwendete. Marquez verfolgte sein Programm und wurde eben erst ganz zum Schluss von Quartararo von Platz eins verdrängt.

Der Freitagvormittag war bewölkt und kühl. Bei einigen Teams hab es neue technische Entwicklungen zu sehen. So führte Marquez Vergleichs-Tests mit einem neuen Chassis mit Carbon-Verstärkungen durch. Erstmals hatte er das vor wenigen Wochen beim Montags-Test in Barcelona ausprobiert. An der Yamaha von Franco Morbidelli waren neue Winglets zu sehen, während Ducati gleich zu Beginn mit den Radkappen ausrückte.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Valentino Rossi landet im Spitzenfeld

Mit 24 Runden zählte Valentino Rossi zu den fleißigsten Fahrern dieser Session. In seinem letzten Run verbesserte sich der Yamaha-Pilot noch auf den dritten Platz. Etwas weniger als 0,6 Sekunden betrug sein Rückstand auf Quartararo. Assen-Sieger Maverick Vinales belegte den Platz fünf. Zwischen die beiden Yamaha-Fahrer schob sich Alex Rins (Suzuki) auf Rang vier.

Bester Ducati-Pilot war Vize-Weltmeister Andrea Dovizioso auf Position sechs. Auf die Spitze fehlten dem Italiener knapp 0,9 Sekunden. Jack Miller (Pramac-Ducati) folgte als Siebter, während Danilo Petrucci als 15. nicht in den Top 10 landete. Ein Ausrufezeichen setzte Andrea Iannone, der zuletzt schon in Mugello und Barcelona einen Aufwärtstrend verzeichnen konnte. Der Italiener fuhr mit seiner Aprilia die achtschnellste Zeit.

Stefan Bradl mit der Werks-Honda 17.

Die Top 10 rundete das LCR-Honda-Duo ab. Takaaki Nakagami war einen Tick schneller als Cal Crutchlow. Beide sind an diesem Wochenende verletzt. Nakagami laboriert an Bänderverletzungen im linken Fuß, während Crutchlows rechtes Knie von einem Fahrradsturz lädiert ist. Bester KTM-Pilot war einmal mehr Pol Espargaro. Der Spanier verpasste als Elfter die Top 10 nur um die Kleinigkeit von 0,019 Sekunden.

Stefan Bradl fuhr sein erstes offizielles Training im Honda-Werksteam. Der Deutsche drehte insgesamt 24 Runden mit den Bikes des verletzten Jorge Lorenzo. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,339 Sekunden. Das bedeutete bei den engen Zeitabständen im Feld Platz 17. Den einzigen Sturz des Trainings fabrizierte Rookie Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati). In Kurve acht rutschte der Italiener weg und landete im Kiesbett, blieb dabei aber glücklicherweise unverletzt.

Das zweite Freie Training der MotoGP beginnt um 14:10 Uhr.

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