Marc Marquez fährt im ersten Barcelona-Training vor zwei Yamaha-Piloten die schnellste Rundenzeit – bei Jorge Lorenzos Honda sind offenbar neue Teile beim Tank verbaut.

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez setzt sich im ersten Freien Training für den Grand Prix von Katalonien an die Spitze der Zeitenliste. Der Honda-Fahrer umrundete den 4,6 Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya mit 1:40,692 Minuten. Hinter Marquez folgten mit Fabio Quartararo und Maverick Vinales zwei Yamaha-Fahrer. Ducati-Star Andrea Dovizioso folgte als Vierter. Die Zeitabstände waren im Feld eng. „Desmo Dovi“ fehlten 0,338 Sekunden auf die Spitze.

Interessant war die Reifenwahl von Marquez. Er rückte zum Schluss als einziger Fahrer hinten mit dem weichen Michelin-Reifen aus, während der Rest auf dem gebrauchten Medium-Hinterreifen blieb. Mit Ablauf der Zeit folgte Marquez der Yamaha von Valentino Rossi um die Strecke. In den ersten beiden Sektoren hatte Marquez rote Zwischenzeiten. Dann lief er auf Rossi auf und verlor die entscheidenden Zehntelsekunden.

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Trotzdem stellte Rossi in dieser letzten Runde seine persönliche Bestzeit auf und verbesserte sich auf Rang neun. Auf Marquez fehlte dem 40-Jährigen eine halbe Sekunde. Zweitbester Honda-Fahrer war Takaaki Nakagami als Fünfter, während dessen LCR-Teamkollege Cal Crutchlow auf Rang elf aufschien.

Neue Teile beim Tank für Jorge Lorenzo

Jack Miller (Pramac-Ducati) sortierte sich knapp vor Alex Rins (Suzuki) als Sechster ein. Und Franco Morbidelli folgte mit der zweiten Petronas-Yamaha auf Position acht. Morbidelli war um 0,030 Sekunden schneller als sein Mentor Rossi. Die Top 10 rundete Aleix Espargaro mit der Aprilia ab. Das KTM-Duo Johann Zarco und Pol Espargaro folgte auf den Positionen 13 und 14. Diesmal war der Franzose einen Tick schneller.

Neuheiten gab es in der Honda-Box der Startnummer 99 zu sehen. Bei seiner Reise nach Japan arbeitete Jorge Lorenzo mit den Ingenieuren an seiner Ergonomie und der Sitzposition. Neu zu sehen waren zwei Höcker rechts und links auf der Seite des Tanks, um mit den Beinen beziehungsweise den Knien bessere Kontrolle zu haben. Es ist im Prinzip eine ähnliche Lösung, wie sie Lorenzo im Vorjahr bei Ducati entwickelt hat. Und die derzeit auch von Miller verwendet wird.

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Die Stoppuhr zeigte bei Lorenzo keine Fortschritte. 0,929 Sekunden fehlten dem Vorjahressieger auf seinen Teamkollegen Marquez. Das bedeutete für Lorenzo Platz 17. Und auch Mugello-Sieger Danilo Petrucci war am Vormittag weit hinten zu finden. Als 18. war der Ducati-Fahrer der letzte Mann innerhalb einer Sekunde zu Marquez.

Zwei Wildcard-Starter sind an diesem Wochenende auch dabei. Suzuki ermöglicht Sylvain Guintoli einen Renneinsatz (mit kleinen Änderungen bei der Schwinge) und bei Aprilia sitzt Bradley Smith auf einer dritten RS-GP. Der Brite probiert hier größere Änderungen aus. Darunter sind ein neues Chassis, eine neue Schwinge und Änderungen bei der Elektronik. Espargaro und Andrea Iannone haben oft über Probleme mit dem Grip am Kurvenausgang und der Traktion geklagt. Das zweite Freie Training beginnt um 14:10 Uhr.