Wegen Track-Limits wird die schnellste Runde von Valentino Rossi gestrichen, womit er nicht in den Top 10 ist – An die Spitze setzt sich Youngster Fabio Quartararo

MotoGP-Rookie Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) untermauerte auch im dritten Freien Training für die Dutch TT in Assen seinen Speed über eine fliegende Runde. Der Franzose fuhr mit 1:32.471 Minuten die schnellste Runde, die auf dem gegenwärtigen Streckenlayout gefahren wurde. Erster Verfolger war Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci, der als Zweiter eine Zehntelsekunde Rückstand hatte.

Der einzige Fahrer in den Top 10, der seine Freitagszeit nicht verbessern konnte, war Maverick Vinales. Im Gesamtergebnis hielt der Yamaha-Fahrer dennoch den dritten Platz. Weltmeister Marc Marquez folgte mit seiner Honda an der vierten Stelle. Vor allem in den ersten drei Sektoren war der Spanier sehr schnell, verlor dann aber etwas im vierten Sektor.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Spannend machte es Valentino Rossi. Als die letzten fünf Minuten begannen, stand der Altmeister in der Yamaha-Box. Zu diesem Zeitpunkt war Rossi nicht in den Top 10. Er hatte also nur noch eine fliegende Runde. Diese passte auch und der Italiener schob sich auf Rang fünf. Doch wenige Momente nach Trainingsende meldete die Rennleitung, dass diese Zeit gestrichen wurde, weil er in der Timmerbocht-Schikane die Track-Limits missachtet hatte.

Die Zeitlupe zeigte, dass Rossi beim Beschleunigen aus der Schikane rechts innen die Randsteine abgeschnitten hat. Somit fiel Rossi im Gesamtergebnis auf Platz 14 zurück. Interessantes Detail am Rande: Als Rossi diese fliegende Runde drehte, folgte wenige Meter dahinter Marquez, der in dieser Runde aber seinerseits nicht schneller wurde .

Suzuki durch Rossi-Strafe in den Top 10

Den fünften Platz von Rossi erbte somit Takaaki Nakagami (LCR-Honda). Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) folgte an der sechsten Stelle. Dahinter reihten sich Jack Miller (Pramac-Ducati), Andrea Dovizioso (Ducati) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) auf den Plätzen sieben bis neun ein. Ursprünglich war keine Suzuki in den Top 10 zu finden gewesen. Durch die Rossi-Strafe rückte Joan Mir auf Rang zehn.

Mirs Teamkollege Alex Rins verpasste als Elfter den direkten Einzug ins Q2. Auch Andrea Iannone scheiterte knapp an der Hürde. Platz zwölf und sieben Zehntelsekunden Rückstand bedeuteten für den Aprilia-Fahrer dennoch eine bessere Performance als bei den vergangenen Rennen. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) belegte schließlich vor seinem Mentor Rossi Platz 13.

KTM in Assen letzte Kraft

Für KTM war es kein erfolgreiches Training. Pol Espargaro war mit 1,4 Sekunden Rückstand auf Platz 17 zu finden. Dahinter folgte Miguel Oliveira als 18. Johann Zarco fehlten 1,7 Sekunden auf die Spitze. Das bedeutete Platz 19 für den Franzosen. Und Hafizh Syahrin landete im Gesamtergebnis hinter Tito Rabat (Avintia-Ducati) an der letzten Stelle. Da Jorge Lorenzo verletzt passen muss, sind nur noch 21 Fahrer dabei.

Im Petronas-Team gab es bei beiden Fahrern zwei kleinere technische Probleme. Zunächst flog bei Morbidelli ein Teil der Verkleidung beim Höcker hinter dem Sitz weg. Später musste Quartararo eine fliegende Runde abbrechen, weil plötzlich etwas bei seinem rechten Lenkergriff baumelte. Ein kleiner Überlaufbehälter aus Plastik hatte sich gelöst, hing aber noch am Schlauch.

Das vierte Freie Training beginnt um 13:30 Uhr. Anschließend findet ab 14:10 Uhr das Qualifying statt.

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