Yamaha-Pilot Fabio Quartararo bestätigt die starke Form des Misano-Tests. Andrea Dovizioso am Freitagvormittag nur Elfter. Jorge Lorenzo außerhalb der Top 20.

Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo startete mit einer Bestzeit ins Rennwochenende in Misano. Der junge Franzose schob sich am Freitagvormittag mit einer 1:33.153er-Runde an die Spitze. Damit verwies er Marc Marquez (Honda) und Maverick Vinales (Yamaha) auf die Positionen zwei und drei.

Quartararo bestätigt damit die Form des Misano-Tests und führte die Wertung mit einer 1:33.516er-Runde bereits zu Beginn an. Marc Marquez und Maverick Vinales lagen nach dem ersten Stint innerhalb einer Zehntelsekunde der Quartararo-Zeit. Dahinter überraschte KTM-Pilot Pol Espargaro auf Position vier. Er hatte aber bereits 0,486 Sekunden Rückstand. Wildcard-Starter Michele Pirro war als Fünfter bester Ducati-Pilot.

Rossi mit Neuerungen

Valentino Rossi (Yamaha) verbesserte sich nach 30 Minuten Trainingszeit auf die fünfte Position. Doch die Runde wurde wenig später wegen Überschreitung der Track Limits gestrichen. Der Italiener verwendete die Yamaha-Neuerungen vom Test, wie den neuen Auspuff und die neue Carbon-Schwinge. Teamkollege Maverick Vinales rückte vorerst ohne die Updates aus und fuhr mit dem gewohnten Paket.

„Wir haben sie hier in Misano getestet und gute Informationen erhalten. Wir sind so ins FP1 gestartet, wie wir den Test beendet haben“, schildert Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘. Und er betont: „Wir müssen uns hier auf das Reifen-Management konzentrieren.“ Laut Meregalli sieht Vinales‘ Plan vor, die neuen Teile am Nachmittag zu testen.

Quartararo-Schrecksekunde und Iannone-Sturz

Für Aprilia-Pilot Andrea Iannone verlief der Start ins Wochenende nicht reibungslos. Der Lokalmatador stürzte beim Anbremsen von Kurve 8. Der Sturz brachte den Plan durcheinander. Iannone fand sich auf den hinteren Positionen und beendete die Session schlussendlich auf Position 19. Sein Teamkollege Aleix Espargaro konnte am Ende des FP1 noch ein Ausrufezeichen setzen.

Drei Minuten vor dem Ende des FP1 schraubte Quartararo die Bestzeit auf 1:33.153 Minuten herunter. Damit war er 0,376 Sekunden schneller als Marquez auf Position zwei. Es folgte eine Schrecksekunde in Kurve 11, der schnellen Rechtskurve auf der Gegengeraden. Quartararo konnte einen Sturz vermeiden, kam aber mit beiden Füßen von den Fußrasten.

Ducati-Testpilot Michele Pirro schob sich in der Schlussphase der Session auf die vierte Position. Kurz darauf kam es zu einer kontroversen Szene: Tito Rabat (Avintia-Ducati) kam nach einem Zwischenfall mit Honda-Werkspilot Jorge Lorenzo zu Sturz. Später schimpfte er später auf seinen Landsmann.

Aber es sollte nicht der letzte Sturz des FP1 gewesen sein: Pramac-Pilot Jack Miller verlor beim Einbiegen in Kurve 8 die Front seiner Ducati und stürzte. Der Australier hatte keinen guten Start ins Wochenende. Er lag zum Zeitpunkt des Sturzes nur auf Position 15.

Aprilia-Überraschung und Honda-Enttäuschungen

An der Reihenfolge an der Spitze änderte sich nichts mehr. Quartararo behaupte mit seiner 1:33.153er-Runde die Spitzenposition. Dahinter folgten Marquez und Vinales, die ihre Zeiten vom Beginn des FP1 nicht mehr unterbieten konnten. Michele Pirro war als Vierter bester Ducati-Pilot.

Aleix Espargaro gelang gegen Ende des FP1 eine große Überraschung. Der Aprilia-Pilot stürmte in die Top 5 und unterbot die Zeit von Bruder Pol Espargaro, der mit seiner KTM auf Position sechs landete. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), Danilo Petrucci (Ducati), Valentino Rossi (Yamaha) und Tito Rabat (Avintia-Ducati) komplettierten die Top 10.

Vizeweltmeister Andrea Dovizioso (Ducati) hingegen reihte sich auf Position elf ein. Er lag 1,121 Sekunden zurück. Silverstone-Sieger Alex Rins war als Zwölfter bester Suzuki-Pilot. Enttäuschend verlief das FP1 für Cal Crutchlow (LCR-Honda) auf Position 16 und Jorge Lorenzo (Honda) auf Position 21. Dabei lag Lorenzo mehr als zwei Sekunden zurück.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann