Weltmeister Marc Marquez fährt in Le Mans zum dritten Saisonsieg und markiert einen neuen Meilenstein für Honda – Dovizioso und Petrucci auf dem Podium

Marc Marquez triumphiert beim Großen Preis von Frankreich in Le Mans wie schon im Vorjahr und sichert sich Honda damit den 300. Sieg in der Königsklasse. Die Ducatis von Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci konnten den Weltmeister nicht bezwingen und mussten sich mit Rang zwei und drei begnügen.

Zum Rennstart war die Strecke trocken, mit 18 Grad Asphalttemperatur aber recht kühl. Das Feld entschied sich deshalb vorn und hinten in der Mehrheit für den weichen Reifen. Zur ersten Konfusion kam es schon in der Aufwärmrunde. Joan Mir (Suzuki) und Karel Abraham (Avintia-Ducati) stürzten in derselben Kurve unabhängig voneinander.

Grand Prix de France: Das Rennen der MotoGP

Das Rennen musste zunächst ohne sie starten. Rad an Rad bogen Marquez und Petrucci in die erste Kurve ein, der Weltmeister konnte sich aber schließlich durchsetzen und übernahm die Führung. Dahinter reihten sich Petrucci, Miller, Rossi, Morbidelli und Espargaro ein.

Während Marquez vorn die Pace machte, büßte Petrucci auf den ersten Runden einige Plätze ein. Stattdessen holte Ducati-Teamkollege Dovizioso auf und profitierte davon, dass sich an der Spitze ein Duell zwischen Marquez und Miller entwickelte. In Runde 4 bremste sich der Australier zum ersten Mal vorbei und führte das Rennen an.

Miller und Dovizioso versuchten Anschluss zu halten

Das ließ Marquez nicht lange auf sich sitzen und ging nur wenig später wieder vorbei. Er zog das Tempo an und nahm den Verfolgern pro Runde etwa zwei Zehntel ab, was ihm etwas Luft verschaffte. Miller und Dovizioso versuchten, den Anschluss zu halten.

Rossi an Position vier fehlte bereits eine Sekunde auf die beiden. Er bekam von hinten indes Druck durch Petrucci. Für Rossis Teamkollege Maverick Vinales war das Rennen nach sechs Runden bereits vorbei. Pramac-Pilot Francesco Bagnaia touchierte in Kurve 12 das Hinterrad der Yamaha, beide stürzten und mussten aufgeben.

Daneben waren auch Andrea Iannone (Aprilia) und Tito Rabat (Avintia-Ducati) nicht mehr im Rennen. Sie hatten – offenbar mit technischen Problemen – die Box angesteuert. Abraham erhielt die schwarze Flagge, weil er anders als Mir nach seinem Sturz in der Aufwärmrunde zu spät zurück auf die Strecke gefahren war.

Marquez baute Vorsprung weiter aus

An der Spitze baute Marquez seinen Vorsprung aus. Bei noch zehn zu fahrenden Runden betrug dieser bereits mehr als drei Sekunden. Im Verfolgerfeld konnten die Ducati-Werksfahrer jeweils eine Position gutmachen: Dovizioso überholte Miller, Petrucci ging an Rossi vorbei.

Im Dreierpack machten die Ducatis Jagd auf Marquez, verloren jedoch mit jeder Runde mehr Zeit im Vergleich zum Führenden. Dabei verwickelten sie sich auch untereinander in Zweikämpfe, was Rossi dahinter wieder aufschließen ließ. Auf den letzten vier Runden konnten sich Dovizioso und Petrucci dann aber etwas absetzen.

Den Kampf um Platz zwei machten die Teamkollegen unter sich aus, während Marquez einem ungefährdeten Sieg entgegen fuhr. Im Ducati-Duell spielte am Ende Dovizioso seine ganze Erfahrung aus, sodass Petrucci keinen Angriff mehr riskierte und Platz drei mit nach Hause nahm.

Miller sicherte sich Platz vier vor Rossi, der sein Quali-Ergebnis egalisierte. Dahinter feierte KTM-Pilot Pol Espargaro einen bärenstarken sechsten Platz für den österreichischen Hersteller. Es folgten die Petronas-Yamaha-Fahrer Franco Morbidelli und Fabio Quartararo. Cal Crutchlow (LCR-Honda) wurde Neunter vor Alex Rins (Suzuki).

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