Marc Marquez markiert trotz Krankheit die Bestzeit – Ducati zeigt neues Aerodynamik-Teil – Yamaha-Werkspiloten mit Rückstand – HRC-Pilot Jorge Lorenzo nur 18.

Das erste Freie Training beim Italien-Grand-Prix fand bei bestem Wetter statt. Die Piloten der MotoGP konnten von Beginn an ordentliche Rundenzeiten fahren.

Weltmeister Marc Marquez schob sich zeitig an die Spitze und konnte nicht mehr verdrängt werden. Bei den folgenden Versuchen erlebte der Spanier einige Schrecksekunden. Marquez geht gesundheitlich angeschlagen ins sechste Rennwochenende der Saison. Der Titelverteidiger kämpft mit einer Erkältung.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Dennoch hatten die Gegner der Nummer 93 keine Antwort parat, um ihn im FT1 von der Spitze zu verdrängen. Die Ducati-Piloten deckten ihre Karten noch nicht auf. Und auch Yamaha hat in Mugello noch Potenzial, wie Rookie Fabio Quartararo mit der viertbesten Zeit demonstriert.

Pünktlich nach dem FT1 der Moto3 begann der Arbeitstag für die MotoGP-Piloten. Nach dem ersten Schlagabtausch führte Marquez die Wertung mit einer 1:47.558er-Runde an. Dahinter behauptete sich Ducati-Testpilot Michele Pirro auf der zweiten Position. Aprilia-Pilot Aleix Espargaro überraschte auf der dritten Position vor Ducati-Werkspilot Danilo Petrucci. Valentino Rossi lag nach dem ersten Stint mit 1,5 Sekunden Rückstand auf der 13. Position.

Ducati zeigt neues Aerodynamik-Gadget

Die größte Auffälligkeit zu Beginn des FT1 war eine neue Carbon-Verkleidung am Hinterrad der Ducati Desmosedici. Ducati-Testpilot Pirro verwendete das neue Bauteil von Beginn an. Damit soll die Luft besser am Hinterrad vorbeigeführt werden und weniger Verwirbelungen erzeugen. Ducati-Corse-Chef Luigi Dall’Igna kündigte bereits vor dem Wochenende an, dass es Neuerungen an den Werks-Desmosedicis geben wird.

Die beiden Ducatis des Pramac-Teams fahren in Mugello mit einer Speziallackierung. Die gewohnten Farben der Maschinen von Jack Miller und Francesco Bagnaia weichen beim Ducati-Heimrennen einer Lamborghini-Speziallackierung. Bereits im Vorjahr fuhren die Pramac-Piloten mit einer ähnlichen Farbgebung.

Marc Marquez erlebt zwei Schrecksekunden

Weltmeister Marquez erlebte beim zweiten Stint in Kurve 1 eine kleine Schrecksekunde. Beim Einbiegen in die langsame Rechtskurve verlor das Hinterrad die Haftung. Marquez konnte die tänzelnde Honda wieder einfangen und die Arbeit fortsetzen. Er konnte seine Bestmarke nicht weiter unterbieten, behauptete sich aber weiterhin auf Position eins der Wertung.

An der Spitze der Topspeed-Wertung fand sich überraschend Suzuki-Pilot Alex Rins wieder, der mit 350 km/h gemessen wurde. Dahinter folgte eine Armada von Ducati-Piloten.

Aleix Espargaro musste 14 Minuten vor dem Ende des FT1 einen Rückschlag verkraften. An der Aprilia des Spaniers gab es ein technisches Problem. Auf der langen Start/Ziel-Gerade streikte die RS-GP, die beim Italien-Grand-Prix ein neues Aerodynamik-Paket erhielt, das mehr Abtrieb erzeugen soll als das bisher verwendete.

Marquez‘ 1:47.558er-Runde aus dem ersten Stint blieb weiterhin unerreicht. In Kurve 3 erlebte Marquez wenige Minuten vor dem Ende der Session eine weitere Schrecksekunde, als seine Honda am Kurvenausgang extrem unruhig wurde.

Pol Espargaro und Fabio Quartararo mit guten Rundenzeiten

KTM-Pilot Pol Espargaro schob sich zwei Minuten vor Ende in die Top 6 und wurde wenig später auf die siebte Position verdrängt, als Petronas-Pilot Fabio Quartararo in die Top 3 stieß und mit Abstand bester Yamaha-Pilot war. Valentino Rossi steigerte sich in den Schlussminuten, lag aber nach wie vor außerhalb der Top 10. Und auch Teamkollege Maverick Vinales war nicht in Schlagdistanz zur Spitze.

In den finalen Sekunden gab es einige persönliche Verbesserungen, doch Marquez‘ Zeit blieb unerreicht. Der Weltmeister beendete das FT1 als Spitzenreiter vor Danilo Petrucci, der sich beim finalen Versuch verbessern konnte und Ducati-Testpilot Pirro auf die dritte Position verdrängte.

Quartararo beendete das FT1 als bester Yamaha-Pilot. Der Franzose lag nur 0,253 Seunden zurück und war 0,001 Sekunden schneller als Aleix Espargaro auf Position fünf. Weitere 0,002 Sekunden dahinter folgte Jack Miller. Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Pol Espargaro (KTM), Cal Crutchlow (LCR-Honda) und Andrea Dovizioso (Ducati) komplettierten die Top 10.

Yamaha-Werkspiloten liegen zurück

Hinter Suzuki-Pilot Alex Rins folgte Valentino Rossi auf der zwölften Position. Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales beendete das FT1 auf Position 14. Und auch für Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) lief es noch nicht rund. Der Italiener wurde nur auf der 15. Position gelistet.

Noch schlimmer kam es für Honda-Werkspilot Jorge Lorenzo. Der mehrfache Mugello-Sieger beendete das FT1 nur auf der 18. Position und ließ damit keinen Aufwärtstrend erkennen. Lorenzo muss beim Grand Prix in der Toskana auf Crewchief Ramon Aurin verzichten, der aus gesundheitlichen Gründen fehlt.

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