Wegen anhaltend schlechter Ergebnisse musste sich Johann Zarco zuletzt sogar der öffentlichen Kritik von KTM-Boss Stefan Pierer stellen. So reagiert nun der Franzose.

Ausgerechnet vor seinem Heim-Grand-Prix in Le Mans wird für Johann Zarco die Luft bei KTM immer dünner. Mit seinen bisherigen Leistungen blieb der Franzose deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das und ein Vorfall in der Box nach dem ersten Freien Training in Jerez brachte das Fass zum Überlaufen.

Dort soll sich Johann Zarco nach einem Sturz mit seiner KTM gegenüber der Crew in einer Art und Weise über das Motorrad geäußert haben, die dem Management so gar nicht schmeckte. Im Gespräch mit ‚Motorsport-total.com‘ machte KTM-Boss Stefan Pierer aus seiner Enttäuschung dann auch keinen Hehl.

„Johanns Performance ist nicht akzeptabel“, hielt der Österreicher fest und erklärte: Zarcos Probleme seien in erster Linie „eine psychologische Sache“. Angesichts der Negativ-Schlagzeilen sah sich der KTM-Pilot nun selbst zu einem Statement gezwungen und meldet sich via Instagram zu Wort.

Zarco auf Instagram: „Es ist für alle schwer“

In einem Video, dass er am Donnerstagabend postete, sagt Johann Zarco: „Ich bin gerade zurück aus Jerez. Der Grand Prix war am Sonntag, ich wurde Vierzehnter. Am Montag und auch am Mittwoch war ich testen. Auf meinem Weg nach Hause konnte ich sehen, dass in den sozialen Medien viel gesagt wurde.“

„Nach dem Sturz am Freitag war ich sehr verärgert und habe viele schlechte Dinge gesagt“, gesteht er. Ohne Details zu nennen, und bemüht sich um Schadensbegrenzung: „KTM gibt sein Maximum, um einen tollen Job zu machen, und auch ich pushe, so gut ich es eben kann. Im Moment ist es für alle schwer.“

Jeder arbeite hart daran, sich zu verbessern, und zuletzt habe man „kleine Fortschritte“ machen können, sagt Johann Zarco. „Jetzt bereiten wir uns auf den Großen Preis von Frankreich vor und hoffen natürlich, dort gut abschneiden zu können.“ In seiner Debütsaison 2017 war er dort sensationeller Zweiter geworden.

Quartararo spricht Zarco vor Le Mans Mut zu

Allerdings saß er da auch noch auf einer Yamaha. Mit ihr ist mittlerweile ein anderer Franzose erfolgreich: Rookie Fabio Quartararo, Nachwuchshoffnung im neuen Kundenteam Petronas-Yamaha, fuhr in Jerez überraschend auf die Pole-Position und präsentierte sich bis zu einem Defekt auch im Rennen stark.

Damit wird Johann Zarco in Le Mans wohl nur die zweite Geige spielen. „Wir haben mit Fabio einen neuen Franzosen dabei. Er wird mit Sicherheit ‚on fire‘ sein. Das ist toll für die französischen Fans“, gibt er zu. Doch auch der KTM-Pilot hofft auf einen Heimvorteil. Ein Erfolgserlebnis könnte er dringend brauchen.

Der Zuspruch vieler Fans und Kollegen ist ihm in den Kommentaren zu seiner Instagram-Botschaft jedenfalls sicher. So reagierte unter anderem auch Quartararo auf das Video und sprach seinem Landsmann Mut zu: „Gib es nicht auf, Johann! Wir wissen, wie talentiert du bist, also machen wir uns keine Sorgen!“

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