Tech-3-Teamchef Herve Poncharal fragt sich, warum Philipp Öttl und Marco Bezzecchi so weit zurückliegen – und will nicht KTM die Schuld für die Misere geben.

KTM hat in der laufenden Moto2-Saison große Probleme, mit Kalex und Speed Up mitzuhalten. Beim Italien-Grand-Prix in Mugello kam Brad Binder als bester KTM-Pilot auf Position 15 ins Ziel und lag mehr als 20 Sekunden zurück. Und auch die Tech-3-KTM-Piloten haben weiterhin zu kämpfen. Philipp Öttl und Marco Bezzecchi waren in Mugello weit von den Punkterängen entfernt. Teamchef Herve Poncharal verliert langsam die Geduld mit seinen beiden Rookies.

„Wenn wir so weitermachen und nichts ändern, dann landen wir am Ende im Nirgendwo. Wir haben nach sechs Wochenenden keinen einzigen Punkt. Das ist für mich sehr schwer zu akzeptieren, auch wenn beide Rookies sind“, schimpft Poncharal.

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„Es war ein weiteres schwieriges Wochenende für unser Moto2-Team. Es war das komplette Wochenende über schwierig“, erklärt der Tech-3-Temchef, der vor allem von Bezzecchi in Mugello mehr erwartete: „Ich bin ziemlich sprachlos, denn ich weiß nicht, was ich momentan machen soll. Es ist mit Sicherheit eine sehr schwierige Zeit für uns und für Marco. Ich weiß, dass er immer sein Bestes gibt.“

„Philipps Wochenende war o.k.“, bilanziert Poncharal. „Wir erwarteten, dass Marco vor ihm landet, weil es sein Heimrennen ist, er den Kurs mag und einen besseren Start hatte. Doch Philipp fuhr ein besseres Rennen.“

Poncharal entlastet KTM und sucht die Schuld bei den Fahrern

Ohne Ausfälle haben die Tech-3-Rookies momentan keine Aussichten auf Punkte. In Mugello lag Binder als bester KTM-Pilot 20 Sekunden zurück. Öttl als 21. hatte mehr als 44 Sekunden Rückstand. „Im Moment passt nichts zusammen und wir liegen sehr weit zurück“, ärgert sich Poncharal.

Der Franzose sucht die Schuld nicht bei KTM: „Ich möchte nicht über das Niveau unserer Maschinen sprechen. Denn die Lücke zu Binder und Martin ist größer als die Lücke von Binder und Martin zur Spitze. Von uns muss mehr kommen. Wir müssen das Paket effizienter nutzen“, fordert Poncharal.

Öttl mit schlechtem Start, Bezzecchi kämpft mit Chattering

Philipp Öttl stand in Mugello nur auf Startplatz 27. Nach der ersten Runde war der Deutsche 29. und hatte nur zwei Fahrer hinter sich. Eine Runde später war Öttl als 30. nur noch Vorletzter. „Mein Start war wirklich gut, doch aus irgendeinem Grund überholten mich die anderen Fahrer rechts und links. Ich gab Vollgas, konnte aber nichts machen“, berichtet der Moto3-Laufsieger.

„Vielleicht haben wir das falsche Mapping mit zu wenig Leistung für den Start aufgespielt“, grübelt Öttl. „Die Haftung war deutlich niedriger als im Qualifying. Daran musste ich mich anpassen. Später fand ich meinen Rhythmus und versuchte, weiter nach vorne zu kommen. In der letzten Runde konnte ich Marco und Steven Odendaal überholen. Das war ordentlich, doch leider verloren wir zu Beginn zu viel Zeit. Ich würde dennoch behaupten, dass es eines der besseren Rennen war.“

Teamkollege Marco Bezzecchi hatte einen besseren Start in das Rennen und beendete die ersten Runden auf der 21. Position. Doch danach fiel der Italiener zurück. „Ich hatte schon nach vier Runden Probleme mit Untersteuern und Chattering“, klagt er. „Ich hatte große Schwierigkeiten und versuchte zu pushen. Doch ich riskierte beinahe in jeder Kurve einen Sturz. Es war unterm Strich kein gutes Wochenende.“

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