KTM-CEO Stefan Pierer kritisiert die Leistungen von Johann Zarco, und glaubt an ein mentales Problem: „Zarco muss akzeptieren, dass die RC16 keine Yamaha ist“.

In den bisherigen vier MotoGP-Rennen belegte Johann Zarco die Plätze 15, 15, 13 und 14. Mit diesen sieben WM-Punkten ist der Franzose 18. der Gesamtwertung. Sein KTM-Teamkollege Pol Espargaro hat schon 21 Zähler auf dem Konto. Zarco hat nach wie vor Schwierigkeiten, sich auf die RC16 einzustellen. Seit dem ersten Test im vergangenen November klagt er über ein schwieriges Gefühl zur Frontpartie am Kurveneingang.

KTM reagierte und arbeitete am Chassis. Diese Änderungen testete Zarco in Le Mans und fuhr damit das Jerez-Wochenende. Beim Testtag am vergangenen Montag wurde weitergearbeitet. Dass Zarco bisher hinter den Erwartungen geblieben ist, sorgt für Kritik von KTM-Boss Stefan Pierer. „Johanns Performance ist nicht akzeptabel“, sagt der Österreicher während des Jerez-Wochenendes im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

Wrap-Up: Die Experten-Analyse zum Spanien-GP

„Er hat Probleme, aber es ist eine psychologische Sache. Er hat sich vor kurzem von seinem langjährigen Manager getrennt, der ihn dorthin gebracht hat, wo er ist. Die Leute um ihn herum sorgen jetzt für mehr Komplikationen. Auf diesem Wettbewerbs-Level ist der letzte Schritt immer psychologisch. Er muss akzeptieren, dass unser Motorrad keine Yamaha mit Reihenmotor ist. Ich werde Druck machen, bis er das Level erreicht, auf dem er unserer Meinung nach sein sollte.“

Zarcos Teamkollege zeigt, was möglich ist

Bisher zeigte Espargaro, was mit der KTM möglich ist. In allen vier Rennen fuhr der Spanier in die Punkteränge. In Argentinien wurde er Zehnter und in Texas Achter. Vor der Saison hatte Pierer regelmäßige Top-10-Ergebnisse als Ziel ausgegeben. „Ich würde sagen, dass unsere Erwartungen im dritten Jahr erfüllt werden“, so der Österreicher, denn die Entwicklung läuft auf Hochtouren.

In Jerez qualifizierte sich Espargaro mit 1:37.798 Minuten für Startplatz 17. Im Vorjahr hätte seine Zeit für den zweiten Startplatz gereicht, auch wenn man festhalten muss, dass die Strecke durch den neuen Asphalt etwas schneller geworden ist. Dennoch zeigt das, dass KTM Fortschritte macht, aber auch die Konkurrenz nicht stillsteht. „Unsere Fortschritte sind größer als es die Gesamtwertung zeigt“, sagt Pierer.

„Wie gesagt, die Enttäuschung ist Zarco. Auf der anderen Seite bin ich sehr zufrieden mit Oliveira.“ Der MotoGP-Rookie hat so wie Zarco sieben WM-Punkte auf dem Konto. Für den Neuling in der Königsklasse sind die Erwartungen aber anders als an Zarco. Als Belohnung für seine Leistungen wurde Oliveiras KTM-Vertrag für 2020 verlängert. Der Portugiese wird somit auch im kommenden Jahr für das Kundenteam Tech 3 an den Start gehen.

Servus MotoGP WhatsApp: Hol‘ Dir jeden Tag die wichtigsten MotoGP-News kostenlos auf Dein Handy!

© MessengerPeople