Mit Platz drei in Le Mans hat Danilo Petrucci die Hoffnung von Ducati in ihn bestätigt – das Rennen um seinen Werksplatz 2020 ist aber noch nicht entschieden.

Im seinem fünften Saisonrennen als Werksfahrer für Ducati gelang Danilo Petrucci beim Großen Preis von Frankreich mit Rang drei der erste Podestplatz. Weniger Druck verspürt der Italiener deshalb jetzt aber nicht. „Ich habe immer viel Druck und im Moment ja auch noch nichts gewonnen“, stellt Petrucci nach seinem Podest-Erfolg klar.

„Ich weiß nicht, ob ich eines Tages etwas gewinnen werde. Aber die Leute mögen es immer sehr, mich zu kritisieren. Ich höre einfach nicht hin, es ist mir egal. Dafür muss ich auch Andrea einen großen Dank aussprechen.“ Teamkollege Andrea Dovizioso sei für ihn in der bisherigen Saison vor allem mental eine wichtige Stütze gewesen.

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„Wir haben nach Austin gesprochen und er hat mir klar gemacht, dass es wichtig ist, einen Weg zu finden, es zu genießen. Das hat mir sehr geholfen“, verrät Danilo Petrucci. „Dieses Podium ist auch Teil der Arbeit, die wir diesen Winter mit Andrea gemacht haben. Aber die Last auf meinen Schultern ist deshalb noch nicht verschwunden.“

Der Italiener hat aktuell nur einen Jahresvertrag als Ducati-Werksfahrer. Von Beginn an machte der Hersteller klar, dass die Ergebnisse in dieser Saison darüber entscheiden werden, wer 2020 Doviziosos Teamkollege sein (oder bleiben) wird. Dafür kommt neben Petrucci Pramac-Pilot Jack Miller in Frage, der zuletzt Vierter wurde.

„Danilo tat, was Ducati von ihm verlangt“

Damit kam er nur einen Platz hinter seinem Markenkollegen ins Ziel. Dessen Podium bezeichnet Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti indes als „sehr wichtig“. Im Gespräch mit ‚Motorsport-total.com‘ zeigt er sich zufrieden: „Danilo tat genau das, was Ducati von ihm verlangte, um im Spitzenfeld zu landen, ohne etwas Verrücktes zu tun.“

„Nach den ersten drei Rennen wurden alle nervös. Aber jetzt hat er seine Fortschritte gezeigt. Wir wollen ein ausgeglichenes Team, in dem der Teamkollege nicht der Hauptkonkurrent ist“, erklärt Ciabatti weiter. Und lobt seine Fahrer: „Uns gefällt die Beziehung und die Synergie zwischen Andrea und Danilo sehr gut.“

Noch sei aber nichts entschieden: „Danilo hat den gleichen Druck wie Miller, weil beide einen Einjahresvertrag haben und für das gleiche Ziel kämpfen: Einer will aufsteigen, der andere verlängern. Wir müssen sehen, wie die nächsten beiden Runden verlaufen, dann werden wir die Situation besprechen und eine Entscheidung treffen.“

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