Zwölf Sekunden Rückstand: Valentino Rossi wird beim wichtigen Heimrennen in Misano nur Vierter, obwohl zwei Yamaha-Markenkollegen auf dem Podium stehen.

Kein Italiener auf dem Podium: Valentino Rossi bescherte seinen Fans beim San-Marino-GP in Misano kein Happy End. Als Vierter verpasste der Lokalmatador das Podium. Zu Sieger Marc Marquez (Honda) fehlten Rossi 12,7 Sekunden. Besonders bitter: Fabio Quartararo und Maverick Vinales, zwei seiner Yamaha-Markenkollegen, fuhren in Misano aufs Podium.

„Ich wollte ums Podium kämpfen, doch ich war nicht schnell genug. Es ist immer toll, hier in Misano vor den vielen Fans aufs Podium zu steigen“, trauert Rossi einem Top-3-Finish hinterher. „Das Rennen verlief in etwa so, wie wir es erwartet hatten. In allen Trainings waren die Top 3 schneller als wir.“

„Wir probierten, an einigen Bereichen zu arbeiten, doch uns gelang kein Fortschritt. Schlussendlich wurde ich Vierter. Der Rückstand war recht groß. Wir müssen versuchen, uns zu verbessern“, kommentiert Rossi das Heimrennen in Misano.

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Probleme am Kurvenausgang bremsen Rossi ein

Yamaha brachte alle vier Fahrer in die Top 5. „An diesem Wochenende funktionierte das Motorrad sehr gut. Offensichtlich hatten die anderen Hersteller größere Probleme als wir. Wir hoffen, dass es nicht nur hier in Misano so ist und wir im Rest der Saison schnell sind“, bemerkt Rossi.

„Maverick und Quartararo waren schnell, Franco (Morbidelli) und ich hatten etwas mehr in Schwierigkeiten, vor allem am Kurvenausgang. Offensichtlich hatten wir weniger Haftung beim Beschleunigen. Wir sind ein bisschen größer. Vielleicht liegt es daran“, grübelt Rossi. „Wir wissen es nicht. Wir müssen aber eine Lösung finden, um stärker zu sein.“

„Nach der Sommerpause modifizierten wir die Balance der Maschine ein bisschen. Scheinbar konnten wir uns im Vergleich zur ersten Saisonhälfte verbessern. Es reicht aber noch nicht. Ich bin beim Bremsen besser und auch am Kurveneingang bin ich nicht so schlecht. Doch beim Beschleunigen verlieren wir“, ärgert sich die Nummer 46.

WM-Bronze noch in Reichweite

Beim Test in Misano hatte Yamaha einige Änderungen dabei, die Rossi auch am Renn-Wochenende verwendete. „Ich mag die neuen Teile. Ich weiß, dass es keinen großen Unterschied ausmacht, doch wir sind auf dem richtigen Weg. Quartararo und Maverick waren an diesem Wochenende schneller, weil sie besser gefahren sind“, gesteht Rossi.

In der Meisterschaft liegt Rossi nach 13 von 19 Rennen auf Position sechs. Platz drei in der WM ist aber noch möglich. Denn Danilo Petrucci sammelte in Misano nur wenige Punkte, und Alex Rins ging durch einen Sturz leer aus. Kann Rossi beim Aragon-Grand-Prix weitere Punkte aufholen?

„Aragon ist eine schwierige Strecke, auf der wir in der Vergangenheit immer zu kämpfen hatten. Aber wir kommen nach einigen guten Rennen dorthin. Wir müssen hart arbeiten. Ich hoffe, dass wir stärker sind als in der Vergangenheit“, so der Italiener.