Rookie Fabio Quartararo hat nach sieben MotoGP-Rennen schon zwei Pole-Positions und einen Podestplatz auf dem Konto. Aber mit den Starts hat er noch Probleme.

Als einer von vier Rookies im MotoGP-Feld 2019 ist Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) bislang die größte Überraschung in diesem Quartett. Neben ihm gehören Joan Mir (Suzuki), Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) und Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) diesem an.

Quartararo, der in zwei Jahren Moto3 und zwei Jahren Moto2 zusammengerechnet nur ein Rennen gewonnen hatte, kommt in der Königsklasse ausgesprochen gut zurecht. Und das, obwohl nicht nur er selbst, sondern auch das Petronas-Yamaha-Team seine erste MotoGP-Saison absolviert.

Anfang Juni unterzog sich Quartararo einer Operation, die vor ihm bereits einige andere kurz nach dem Aufstieg in die Königsklasse haben vornehmen lassen. Um das speziell für MotoGP-Rookies ungewohnte Armpump-Problem zu beheben, ließ sich Quartararo am rechten Arm operieren. Mit Heilungsprozess ist der 20-jährige Franzose zufrieden.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

„Fast wieder bei 100 Prozent“

„Im Vergleich zu Barcelona geht es mir körperlich schon viel besser. Mir wurde inzwischen etwas Flüssigkeit aus dem Arm entfernt und ich fühle mich wesentlich besser aufgestellt als noch in Barcelona. Ich bin jetzt fast wieder bei 100 Prozent“, so Quartararo am Tag vor dem Trainingsbeginn zur Dutch TT in Assen.

Ungeachtet seiner am Barcelona-Wochenende noch längst nicht komplett intakten Fitness fuhr Quartararo dort zunächst zur Freitagsbestzeit. Am Samstag fuhr er zum bereits zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf die Pole-Position. Dann am Sonntag schließlich raste er als Zweiter zum ersten Mal auf das Podest.

Inzwischen hat Quartararo sieben MotoGP-Wochenenden hinter sich. Dabei hat er so manchen Beobachter und Experten, aber auch den einen oder anderen Konkurrenten, überrascht. So dauerte es beispielsweise bis zum Training am Samstagsvormittag in Barcelona, bis er mit einem MotoGP-Bike überhaupt das erste Mal stürzte. In den Rennen kam er mit Ausnahme des in Jerez auf P2 liegend passierten technischen Defekts immer ins Ziel. In der WM-Wertung rangiert der 20-Jährige an siebenter Stelle.

„Ich möchte wieder bester Rookie sein“

„Verglichen mit dem Saisonauftakt in Katar habe ich mittlerweile natürlich wesentlich mehr Erfahrung“, sagt Fabio Quartararo. Er will gemeinsam mit seiner von Diego Gubellini geleiteten Crew im Petronas-Yamaha-Team am bewährten Konzept festhalten: „Es läuft gut. Wir werden auch hier [in Assen] wieder versuchen, einen guten Freitag hinzulegen. Wir wollen es ins Q2 schaffen und am Ende ein gutes Ergebnis einfahren.“

Und was heißt das konkret in Platzierung gesprochen? „Wir gehen es einfach Schritt für Schritt an. Barcelona war mein erster Podestplatz. Jetzt wollen wir auch hier ein gutes Ergebnis einfahren. Und ich möchte wieder bester Rookie sein. Ich würde sagen, ein Ergebnis in den Top 7 wäre ein gutes Resultat.“

Seine größte Schwachstelle sieht Fabio Quartararo noch im Bereich der Starts: „Ich habe bei nahezu jedem Rennen vier oder fünf Positionen direkt beim Start verloren. In Barcelona waren es ’nur‘ zwei. Auf den ersten Rennrunden sind wir meiner Meinung nach gar nicht so schlecht, aber an den Starts müssen wir noch arbeiten. Das tun wir, aber dieser Prozess dauert noch an.“

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