25 Jahre nach der Imola-Katastrophe: Valentino Rossi erlebte als einer der wenigen MotoGP-Piloten bewusst den Tag, an dem Ayrton Senna sein Leben verlor.

Am Mittwoch jährte sich der Todestag von Formel-1-Legende Ayrton Senna zum 25. Mal. Der tragische Tod des brasilianischen Nationalhelden war auch vor dem Beginn des MotoGP-Rennwochenendes in Jerez ein Thema. Valentino Rossi, Andrea Dovizioso, Marc Marquez und Co. wurden befragt, was sie mit Senna verbinden und wie sie den 1. Mai 1994 erlebten.

Valentino Rossi war damals 15 Jahre alt. „Ich erinnere mich sehr gut an diesen Tag. Ich war in Vallelunga. Ich wollte es nicht wahrhaben. Das ganze Wochenende war schwierig. Ratzenberger starb am Samstag und Barrichello hatte am Freitag einen heftigen Unfall. Es wirkte so, als wäre die Formel 1 an einem Punkt angelangt, an dem es zu gefährlich war“, bemerkt der Italiener.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

„Senna erwähnte das an diesem Wochenende sehr oft. Es sah so aus, als wollte er nicht am Rennen teilnehmen. Doch schlussendlich fuhr er und nach dem Unfall saß er im Auto. Im TV sah es unwirklich aus. Doch leider war es so“, bedauert Valentino Rossi.

„Es war ein sehr trauriger Tag für den Motorsport, weil wir einen der Besten in der Geschichte verloren. Doch so war es nun einmal. Zum Glück änderten sie die Autos, doch es war ein bisschen zu spät“, so der neunmalige Weltmeister. „Ich denke, dass Senna einer der ikonischsten Fahrer der Motorsport-Geschichte ist. Dafür gibt es viele Gründe. Ganz oben stehen natürlich sein Charisma und sein Talent. Er war für jeden eine Inspiration.“

Andrea Dovizioso lobt Fortschritte bei der Sicherheit

Landsmann Andrea Dovizioso erlebte den Tod von Senna ebenfalls bewusst. Dovizioso war am 1. Mai 1994 acht Jahre alt. „Ich war sehr jung, als er starb. Ich erinnere mich daran, dass es ein sehr schlimmer Tag war. Doch das ist leider ein Teil des Sports“, weiß der Ducati-Pilot.

„Zu der Zeit damals waren die Autos gefährlicher als heute. Er konnte bei dem Unfall nichts machen. Zum Glück wurden danach die Regeln geändert und die Sicherheit deutlich verbessert“, lobt Dovizioso die Bemühungen der Verantwortlichen.

„Er war ein besonderer Fahrer und alle liebten ihn. Ich denke, dass das an der Art und Weise lag, wie er fuhr, aber auch daran, wie er lebte“, grübelt Dovizioso. „Er war beeindruckend. Ich denke, das sieht jeder so.“

Marc Marquez schwärmt von Sennas Leidenschaft

Zum Zeitpunkt des tragischen Rennwochenendes in Imola vor 25 Jahren war MotoGP-Champion Marc Marquez erst ein Jahr alt. Der Spanier hat den Tod von Senna also nicht bewusst wahrgenommen. Nachhaltig beeindruckt hat ihn aber das, was er sich später von Senna angesehen hat.

„Er zählte zu den Fahrern, die ich mag, weil er auf der Strecke immer alles gab. Manchmal spielt es keine Rolle, wie viele Titel oder Meisterschaften man gewinnt. Es ist die Art und Weise, wie man fährt. Dass man auf der Strecke alles gibt und Leidenschaft in sich trägt“, so Marquez. „Er zählte zu diesen Sportlern, die ich mag und denen ich nacheifere.“

Suzuki-Werkspilot Alex Rins wurde erst eineinhalb Jahre nach der Senna-Katastrophe geboren. „Ich kenne ihn nicht, weil ich 1995 geboren wurde. Ich sah aber sehr viele Videos von ihm auf Instagram und YouTube. Er war ein unglaublicher Fahrer. Sein Fahrstil war unglaublich. Es ist schade, was passiert ist“, kommentiert der Austin-Sieger.

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