Valentino Rossi glaubt, dass Honda mit Marc Marquez nicht nur den besten Fahrer, sondern auch das beste Bike hat – „Yamaha-Strecken“ kommen erst noch.

Während sich Marc Marquez (Honda) nach seinem Sturz in Austin mit einem Sieg beim Großen Preis von Spanien eindrucksvoll zurückgemeldet hat, konnte Yamaha-Pilot Valentino Rossi in Jerez nur Schadensbegrenzung betreiben. Nach einem miesen Qualifying kämpfte er sich von Startplatz 13 auf Rang sechs vor.

Auch wenn er ursprünglich einen weiteren Podestplatz im Visier hatte, sicherte sich Rossi damit wichtige Punkte im WM-Kampf. In der Gesamtwertung liegt er nach vier von 19 Saisonrennen auf dem vierten Platz. „Die Abstände sind gering und ich bin sehr glücklich, nur neun Punkte zurückzuliegen“, sagt Valentino Rossi.

„Wenn wir weiter so nah wie möglich dranbleiben können, macht es natürlich umso mehr Spaß, weil du ein wichtiges Ziel vor Augen hast. Auf der anderen Seite der Medaille sehen wir aber leider, dass Marquez und Honda sich in diesem Jahr extrem gut schlagen“, hält der Yamaha-Pilot zugleich fest.

Honda dank Marc Marquez stark, aber nicht nur…

Laut seiner Einschätzung wird es schwer werden, Marquez bei seiner Titelverteidigung zu stoppen: „Es ist vielleicht die Kombination aus dem besten Motorrad und dem besten Fahrer. Wir müssen versuchen, in seiner Nähe zu bleiben und ihn ein wenig zu ärgern, aber ich fürchte, er wird das ganze Jahr über schnell sein.“

Zwar könne man nicht behaupten, dass Marquez nur gewinnt, weil er eine Honda fährt, „denn ohne ihn wären die anderen in Schwierigkeiten“, meint Rossi mit Blick auf die restlichen Honda-Fahrer. Dennoch zeige die Statistik nicht die ganze Wahrheit. So habe auch Cal Crutchlow demonstriert, was mit der RC213V möglich ist.

„In Katar stand Crutchlow auf dem Podium. In Argentinien war er sehr schnell, aber hatte einen Frühstart, und in Austin lag er auf dem dritten Platz, als er stürzte. Theoretisch hätte Cal in allen drei Rennen das Podest erreichen können“, analysiert Valentino Rossi und schätzt das Motorrad der Konkurrenz deshalb als stark ein.

Rossi für die nächsten Strecken zuversichtlich

„Ich denke, die Honda ist sehr gut. Aber Marquez ist derjenige, der sie am besten fährt und zweifellos der Schnellste ist.“ Doch mit Blick auf den Rennkalender glaubt Valentino Rossi, dass nach Jerez auch für ihn bald wieder bessere Strecken kommen werden. Bisher konnte der Italiener zwei Podestplätze (Argentinien und Austin) feiern.

Rossi erinnert sich: „Im vergangenen Jahr habe ich in Le Mans, Mugello und Barcelona drei Podiumsplätze belegt, obwohl ich immer Dritter wurde, also sollten wir versuchen, etwas besser zu werden. Aber ich hoffe, dass wir auf den nächsten Strecken etwas wettbewerbsfähiger sein können.“

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