Valentino Rossi ist am Trainingstag zum Deutschland-Grand-Prix einer von fünf Piloten, die bei der Rennleitung vorsprechen müssen. Strafen bleiben (noch) aus.

Yamaha-Pilot Valentino Rossi ist nach den beiden Freitagstrainings zum Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring vorläufig gerade so für den direkten Q2-Einzug am Samstag qualifiziert.

Nachdem er in FT1 zunächst mit der drittschnellsten Rundenzeit hinter Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) und Marc Marquez (Honda) begonnen hatte, schloss Rossi en Tag im durchweg schnelleren FT2 auf P10 ab. Teamkollege Maverick Vinales beendete seinen ersten Arbeitstag nach dem Assen-Sieg auf P4 der Zeitenliste.

Im Anschluss an das Nachmittagstraining musste Rossi zusammen mit vier anderen Piloten bei der Rennleitung vorsprechen. Neben dem Yamaha-Piloten betraf es Ducati-Pilot Danilo Petrucci, die KTM-Piloten Pol Espargaro und Johann Zarco sowie Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli.

Blockieren: Rennleitung spricht Verwarnung aus

„Sie haben uns zu sich gerufen, weil Miller und Vinales auf einer schnellen Runde waren, plötzlich jede Menge andere Piloten vor sich hatten und deshalb verlangsamen mussten“, erklärt Rossi und weiter: „Ich habe mir die Wiederholung angeschaut und die zeigt, dass ich schon komplett neben der Linie war. Ich war für Jack oder Maverick kein Problem. Morgen sollen wir diesbezüglich aber aufpassen.“

Vinales sagt dazu: „Ich kam in Kurve 3 an und hatte, glaube ich, Valentino, Petrucci und Pol vor mir. Ich weiß es nicht mehr genau, aber es kam mir so vor als würden sie diskutieren, wer zuerst das Gas aufdreht. Ich musste verlangsamen.“ Petrucci merkt an: „Einige von uns kamen gerade aus der Box, andere haben einfach nur auf einen Windschatten gewartet. Das Problem ist, dass man hier in den Kurven 1,2,3 einfach nicht Platz machen kann, weil es keinen Platz gibt.“

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Eine Strafe gab es für die fünf zur Rennleitung zitierten Piloten nicht, aber die klare Anweisung, dass es eine solche geben wird, sollten sie auch am Samstag damit auffällig werden, wie sie anderen Piloten auf einer schnellen Runde im Weg stehen. Morbidelli war dies im FT2 ausgerechnet mit seinem eigenen Teamkollegen Fabio Quartararo passiert. Der Franzose aber nahm es dem Italiener „nur für fünf Minuten“ übel.

Am vergangenen Wochenende in Assen wurde beschlossen, dass die letzten 15 Minuten des dritten Freien Trainings (FT3) unter den gleichen Maßstäben betrachtet werden wie das Qualifying. Das heißt, sollte es in den letzten 15 Minuten des letzten für den Q2-Einzug relevanten Trainings zu einem Blockade-Vorfall kommen, gibt es eine Strafe. Genau darauf wurden Rossi, Petrucci, Morbidelli und die beiden KTM-Piloten am Freitag nochmals deutlich von Freddie Spencer und Co. hingewiesen.

Weicher Reifen für Rossi „zu weich“

Nachdem Rossi zuletzt einige Rückschläge erlitten hat, darunter mehrfaches Verpassen von Q2 und in den Rennen erstmals seit 2011 drei Ausfälle in Folge, ist der Italiener mit seiner Performance am Sachsenring-Freitag für erste zufrieden: „Es lief nicht so schlecht. Es war ein recht positiver Tag. Mein Tempo mit der Reifenmischung für das Rennen ist nicht allzu schlecht und ich habe ein besseres Gefühl auf dem Motorrad.“

„Doch leider war ich mit dem weichen Reifen nicht in der Lage, mich so zu verbessern wie ich mir das vorgenommen hatte. Deshalb ist es für den Moment mal nur P10 und das ist ein Problem“, so Rossi, der eine mögliche Ursache darin sieht, dass der Soft-Reifen seiner Meinung nach „zu weich“ ist.

Das macht sich auf dem Sachsenring besonders bemerkbar, denn: „Es gibt hier jede Menge Linkskurven hintereinander, in denen es Stabilität braucht. Der Soft-Reifen bietet zwar guten Grip, bewegt sich aber zu stark“, bemerkt Rossi und unterstreicht: „Für meinen persönlichen Geschmack ist er zu weich.“

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