Noch im Vorjahr war Honda-Star Marc Marquez der Crash-König – doch in der laufenden MotoGP-Saison ist diese Quote deutlich gesunken. Das hat gleich mehrere Gründe.

In der Vergangenheit führte Marc Marquez häufig nicht nur Zeiten- und Siegerlisten, sondern auch Sturz-Statistiken an. Letzteres hat sich in dieser MotoGP-Saison aber geändert. Noch im Vorjahr legte sich der Honda-Star ganze 23 Mal auf die Nase, war damit unangefochtener Spitzenreiter in der Königsklasse. Zur Halbzeit 2019 kommt er aktuell auf gerade einmal sechs Stürze.

Wie erklärt sich der Weltmeister diesen Wandel? „Was das Chassis angeht, haben wir in manchen Punkten vielleicht verloren. Dafür aber in anderen gewonnen, vor allem in den für mich kritischen Punkten“, bezieht sich Marquez auf die Fortschritte an der Honda RC213V. „Außerdem haben wir mehr Leistung. Das gibt uns auch auf der Bremse etwas mehr Sicherheit.“

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„Auf die Konzentration kommt es an“

Denn man muss das Topspeed-Defizit nicht mehr durch späteres Bremsen kompensieren. Doch nicht nur das Motorrad verhilft dem Honda-Piloten zu mehr Konstanz und einer geringeren Fehlerquote. „Es kommt auf die Konzentration an. Wenn man auf dem Motorrad sehr konzentriert ist, kann man viele Stürze abwenden“, weiß Marquez. „Aus diesem Grund stürze ich weniger, habe aber mehr Saves.“

Mittlerweile vergeht kaum ein Training, in dem der Spanier nicht einen seiner legendären Saves auf den Asphalt zaubert. Wohl auch deshalb sieht seine Lederkombi auch ohne Sturz oft einigermaßen ramponiert aus – so auch zuletzt auf dem Sachsenring. Darauf angesprochen witzelt Marquez: „Im vergangenen Jahr war die Kombi oft nagelneu, weil ich so oft gestürzt bin.“

Airbag bereitet Marquez dennoch Probleme

„In diesem Jahr bin ich seit Le Mans nicht mehr gestürzt. Ich bin zwar während des Tests in Montmelo gecrasht, aber nicht während der Rennwochenenden. Das ist eine Statistik, die ich auch in jedem Jahr zu verbessern versuche, indem ich in den Trainings ruhiger bin“, erklärt Marquez. „Das ist der Weg, auf der Honda zu fahren und das Limit zu finden, um der Schnellste zu sein.“

Den Airbag in seiner Lederkombi strapaziert der Spanier beim Stürzen also mittlerweile deutlich weniger. Dafür ist er beim Jubeln schon das eine oder andere Mal losgegangen, etwa am Sachsenring. „Es ist schon das zweite Mal passiert – und das in der gleichen Situation, nämlich immer wenn ich irgendwo herunterspringe“, weiß Marquez und versichert: „Sie versuchen, das zu analysieren.“

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