Marcel Schrötter kann an die Ergebnisse der ersten Saisonrennen nicht anknüpfen: In der Meisterschaft verliert der Deutsche immer mehr den Anschluss an die Spitze.

Marcel Schrötter kam beim Moto2-WM-Lauf in Assen auf der achten Position ins Ziel. Seit der Rückkehr nach Europa kämpft Schrötter, die Form der drei Übersee-Rennen zu Saisonbeginn zu erreichen. Nach zwei Podestplätzen aus drei Rennen zählte Schrötter vor dem Europa-Auftakt zu den WM-Kandidaten. Mittlerweile ist der Deutsche nur noch WM-Siebter.

In Assen wurde Schrötter gleich zwei Mal für das Missachten der Streckenbegrenzung bestraft. „Zweimal eine Long-Lap-Penalty fahren zu müssen, ist ziemlich bitter. Ich bin aber mehr über diese Entscheidungen enttäuscht, weil sie für mich nicht ganz verständlich sind. Außerdem habe ich keine Warnung betreffend des Überfahrens der Streckenbegrenzung bekommen“, ärgert sich der Kalex-Pilot.

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„Fühle mich mit dem Motorrad nicht wohl“

„Deshalb habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Natürlich versucht man, es zu vermeiden. Aber wenn man nicht darauf hingewiesen wird, ist es eben umso frustrierender, diese Strafe hinzunehmen. Ich war die ganze Zeit am Kämpfen, um irgendwie meine Position zu halten. Stürze hin oder her, es wäre heute mit Sicherheit der sechste Platz gewesen. Und eine zweistellige Punkteanzahl würde wieder einmal gut tun und wäre ebenso wichtig“, bemerkt Schrötter.

„Ich fühle mich mit dem Motorrad nicht wohl genug, um schneller fahren zu können. Das zieht sich nun schon über einen längeren Zeitraum hin“, so Schrötter. „Zumindest haben wir uns im Vergleich zum Vormittag ein bisschen verbessert. Ein Versuch im Warm-up hat nicht den erhofften Erfolg gebracht. Es tut mir leid für das Team, weil sie wirklich unermüdlich arbeiten.“

„Aber im Moment macht das Fahren nicht viel Spaß. Wenn man bedenkt, wo wir Anfang der Saison standen und wo wir jetzt sind, kommt verständlich etwas Frust auf“, gesteht Schrötter. „Ich versuche natürlich auch mein Bestes auf der Strecke zu geben, aber wenn dabei nichts herauskommt, fühlt man sich dabei nur als Passagier.“

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„Ich will gar nicht nach Ausreden suchen, sondern wir müssen schauen, dass wir aus diesem Tief schleunigst einen Weg herausfinden. Positiv an diesem Wochenende war, dass wir in den Freien Trainings eigentlich immer gut dabei waren und den Teamkollegen wieder einmal im Griff hatten“, so der Deutsche.

„Leider geht nichts voran, wenn es darauf ankommt. Ein vierter Platz in einer freien Session bedeutet noch lange nicht, dass alle Probleme gelöst sind. Für nächstes Wochenende müssen wir uns einfach noch mehr anstrengen, um vor den heimischen Fans auf dem Sachsenring besser dazustehen“, erklärt Schrötter.