Mit Blick auf den bei Honda strauchelnden Jorge Lorenzo erklärt Ducati-Renndirektor Gigi Dall’Igna, was sein Team im Vergleich zur Konkurrenz besser macht.

Beim Italien-Grand-Prix in Mugello hatte sich Jorge Lorenzo offenkundig darüber beschwert, dass die Honda RC213V auf Marc Marquez zugeschnitten und für andere Fahrer derzeit kaum zu bändigen sei. Daraufhin erklärte der Neuzugang, er wolle das Motorrad für alle fahrbarer machen – so wie er das auch schon bei anderen Herstellern getan habe.

Damit meint Lorenzo auch Ducati. Vor zwei Jahren wechselte er von Yamaha zu dem italienischen Hersteller und hatte zu Beginn ähnliche Probleme, mit dem neuen Bike zurechtzukommen, wie jetzt bei Honda. Doch nach diversen Anpassungen schaffte er es bereits im vierten Rennen aufs Podest, in Mugello 2018 folgte dann der erste Sieg.

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Im Jahr zuvor triumphierte an gleicher Stelle Ducati-Pilot Andrea Dovizioso. Diesmal durfte dessen Teamkollege und Lorenzos Nachfolger im Ducati-Werksteam, Danilo Petrucci, jubeln. Vor diesem Hintergrund konnte sich Renndirektor Gigi Dall’Igna am MotoGP-Wochenende in Mugello einen kleinen Seitenhieb gegen Honda nicht verkneifen.

„Ich bin glücklich und stolz über die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren geleistet haben. Mugello ist ein extrem wichtiges Rennen für Ducati. Denn alle Mitarbeiter kommen her, um uns zu unterstützen. Der Sieg ist da natürlich eine Genugtuung“, schwärmte Dall’Igna gegenüber den italienischen Kollegen von ‚GPOne.com‘.

„Ein gutes Motorrad gibt Piloten alle Möglichkeiten“

Auf Lorenzos Probleme bei Honda angesprochen, schob er hinterher: „Unsere Fahrer haben verschiedene Fahrstile. Aber ich denke, dass ein gutes Motorrad den Fahrern die Möglichkeit geben muss, die richtige Abstimmung zu finden. Ich habe immer versucht, Motorräder auf diese Art und Weise zu gestalten, und bin froh darüber.“

Denn das sei wichtig, „damit alle Fahrer regelmäßig und auf jeder Rennstrecke um die Positionen kämpfen können, auf die es ankommt“, so Dall’Igna weiter. Allerdings war auch Ducatis Weg dahin lang und steinig. Denn nach Casey Stoner, der 2011 zu Honda wechselte, konnte mit der Desmosedici fünf Jahre lang niemand ein Rennen gewinnen.

Viele haben die Befürchtung, dass es Honda im Falle eines Weggangs von Marquez ähnlich ergehen könnte. Seine Erfolge auf der RC123V sind unbestreitbar: Fünf Titel, 47 Siege, die aktuelle WM-Führung. Der letzte Honda-Pilot, der gewann und nicht die #93 trug, war Cal Crutchlow beim Chaos-GP von Argentinien 2018 – weil Marquez patzte…

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