Auch 2019 ist Marc Marquez beim Grand Prix von Deutschland nicht zu schlagen. Souveräner Sieg für den MotoGP-Weltmeister vor Maverick Vinales und Cal Crutchlow.

Marc Marquez setzte seinen Triumphzug beim Grand Prix von Deutschland fort. Der MotoGP-Weltmeister gewann zum insgesamt zehnten Mal hintereinander auf dem Sachsenring. 2010 siegte er in der 125er-Klasse, 2011 und 2012 in der Moto2 und seit 2013 ist der Honda-Fahrer in der MotoGP auf dieser Strecke ungeschlagen. Maverick Vinales (Yamaha) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) standen als Zweiter und Dritter auf dem Podest .

„Unglaublich! Die Strategie war perfekt“, lacht Marquez. „Mein Start war nicht der beste, aber in der ersten Kurve habe ich spät gebremst und bin in Führung gegangen. Die ersten zwei Runden habe ich es ruhig angehen lassen, um die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das hat gut funktioniert. Von da an habe ich attackiert. Als ich mal einen Vorsprung hatte, bin ich dann halt einfach gefahren und habe es genossen. So lässt es sich gut in die Sommerpause gehen.“

Nach einem nicht optimalen Start bremste sich Marquez in der ersten Kurve an den Gegnern vorbei und übernahm sofort die Führung. Diese gab der Spanier im Verlaufe der 30 Runden nicht mehr ab. Marquez baute sich im ersten Renndrittel einen Vorsprung von etwas mehr als zwei Sekunden auf Alex Rins (Suzuki) auf. Zwölf Runden vor Schluss stürzte der Suzuki-Pilot in Kurve 11.

Das Rennen der MotoGP: HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland

Somit vergrößerte sich Marquez‘ Vorsprung auf die Verfolger auf fünf Sekunden. Diesen fuhr er souverän ins Ziel. Nach seinem fünften Sieg in den ersten neun Saisonrennen kann Marquez relaxt die Sommerpause beginnen. Er hat in der WM nun einen Vorsprung von 58 Punkten auf Andrea Dovizioso (Ducati), der auf dem Sachsenring Fünfter wurde .

Crutchlow folgt Vinales wie ein Schatten

Von Beginn an hatte Vinales Crutchlow an seinem Hinterreifen kleben. Der Brite folgte der Yamaha wie ein Schatten, lancierte aber keine Angriffe. Der Abstand blieb zwischen den beiden konstant bei etwa einer Zehntelsekunde. Zwei Runden vor Rennende hatte Crutchlow einen heftigen Rutscher. Damit war die Entscheidung in diesem Duell zugunsten von Vinales gefallen .

Vinales konnte zwar nicht wie in Assen gegen Marquez kämpfen, aber trotzdem ist der Yamaha-Fahrer mit Platz zwei zufrieden. „Es war ein schwieriges Rennen. Nach dem Regen in der Früh hatte die Strecke nicht viel Grip. Mit dem harten Reifen hatte ich in den ersten 20 Runden einen Vorteil. Das war ein Glücksgriff. Der zweite Platz war unser Ziel und das haben wir erreicht. Dieser erneute Podestplatz ist großartig.“

Crutchlow stand nach Katar zum zweiten Mal in dieser Saison als Dritter auf dem Podest. „Barcelona war ein gutes Rennen für mich, Assen auch. Ich habe aber in beiden Rennen Fehler gemacht. Hier habe ich keinen gemacht“, sagt der Brite. „Im FT4 war unser Renntempo eigentlich zum Lachen gewesen. Im Rennen aber hat es gepasst. Ein paar Runden vor Schluss wäre ich beinahe über das Vorderrad gestürzt. Da sagte ich mir, okay Maverick kann den zweiten Platz haben.“

Petrucci setzt sich im Ducati-Dreikampf durch

Zehn Sekunden hinter dem Duo Vinales/Crutchlow tobte ein großer Kampf zwischen den Ducati-Fahrern und Joan Mir (Suzuki). Schließlich setzte sich Danilo Petrucci gegen seinen Teamkollegen Dovizioso durch und eroberte den vierten Platz. Jack Miller folgte als Sechster und Mir erreichte am Ende dieser Ducati-Gruppe auf Position sieben das Ziel.

Valentino Rossi (Yamaha) war an dieser Gruppe dran, konnte sich aber nicht einmischen. Der Italiener fuhr als Achter über die Ziellinie. Franco Morbidelli (Pramac-Ducati) wurde dahinter Neunter. Und Stefan Bradl, der an diesem Wochenende den verletzten Jorge Lorenzo im Honda-Werksteam vertreten hat, kam als Zehnter ins Ziel.

Auf den Plätzen elf bis 15 nahmen Tito Rabat (Avintia-Ducati), Pol Espargaro (KTM), Andrea Iannone (Aprilia), Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Karel Abraham (Avintia-Ducati) die weiteren WM-Punkte mit. Insgesamt sahen 18 Fahrer die Zielflagge. Gestürzt waren neben Rins auch Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha), Johann Zarco (KTM), Aleix Espargaro (Aprilia) und Miguel Oliveira (Tech-3-KTM). Letzterer konnte nach seinem Ausrutscher weiterfahren.

Nun beginnt für die Motorrad-WM die Sommerpause. Der nächste Grand Prix findet am 4. August in Brünn (Tschechien) statt.

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