Petronas-Yamaha-Rookie Fabio Quartararo verpasst die Pole-Position zum Italien-Grand-Prix nur knapp: Fällt ihm das MotoGP-Fahren leichter als das Moto2-Fahren?

Als erster Fahrer der MotoGP-Geschichte umrundete Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) den Mugello Circuit im Qualifying zum Grand Prix von Italien 2019 in weniger als 1:46 Minuten. Bei seinem ersten Versuch in Q2 legte der 20-jährige Rookie eine Zeit von 1:45,845 Minuten hin.

Diese Zeit hatte lange Bestand und es sah so aus, als könne Quartararo nur vier Wochen nach Jerez bereits die zweite Pole-Position seiner gerade mal fünfeinhalb Rennwochenenden umfassenden MotoGP-Karriere feiern.

Das Qualifying der MotoGP: Gran Premio d'Italia Oakley

Im Q2-Showdown noch abgefangen

Im Showdown von Q2 wurde Quartararos Zeit dann doch noch unterboten. Mit der Unterstützung eines Windschattens von WM-Konkurrent Andrea Dovizioso (Ducati) fuhr Tabellenführer Marc Marquez (Honda) mit 1:45,519 Minuten nochmals neuen Streckenrekord und damit auf die Pole-Position.

Marquez‘ Zeit war zu diesem Zeitpunkt 0,326 Sekunden schneller als jene von Quartararo. Der Petronas-Yamaha-Youngster legte in letzter Sekunde selbst noch einmal nach und feilte noch 0,112 Sekunden ab. Unterm Strich fehlten ihm lediglich 0,214 Sekunden auf seine zweite Pole.

„Jerez war anders“, sagt Quartararo. „Dort war die Pole-Position eine komplette Überraschung. Hier aber sind wir schon seit Beginn des Wochenendes richtig stark. Auch unser Renntempo ist gut, aber die Reifenwahl habe ich noch nicht getroffen.“

MotoGP einfacher als Moto2?

In der Moto2-Klasse hatte es Quartararo in zwei Jahren auf eine Pole-Position und einen Sieg gebracht. In der MotoGP-Klasse holte er seine erste Pole schon im vierten Anlauf und hat eine zweite jetzt nur knapp verpasst.

Ist ein Bike der Königsklasse für den 20-Jährigen sogar einfacher zu fahren als ein Moto2-Bike? „Nein, einfach ist das nicht“, lacht Quartararo. „Eine MotoGP-Maschine ist ganz anders als eine Moto2-Maschine. Das fängt bei den Reifen an, geht über die Elektronik und die Leistungsentfaltung bis hin zum Fahrstil in den Kurven. Ich habe mich einfach rasch umgestellt, aber einfach zu fahren ist ein solches Motorrad nicht.“

Dass Quartararo ausgerechnet in Mugello so gut zurechtkommt, ist insofern eine Überraschung, da die 2019er Yamaha M1 nicht über den besten Topspeed verfügt. Allerdings zeigte sich Ducati-Pilot Andrea Dovizioso schon am Freitag nicht überrascht, dass die Rookies in Mugello so gut aussehen.

Auch Morbidelli stark: Zweite Startreihe beim Heimrennen

Als Zweiter des Qualifyings war Quartararo wie schon am Freitag auch am Samstag wieder bester Yamaha-Fahrer. Teamkollege Franco Morbidelli aber überzeugte ebenfalls. Er war 0,226 Sekunden langsamer und geht als Vierter von Q2 aus der zweiten Startreihe ins Rennen. „Ich bin selbst überrascht, denn ich hatte nicht damit gerechnet, so schnell zu sein“, gesteht der Italiener, der seine zweite MotoGP-Saison absolviert.

„Nachdem ich im vierten Freien Training ein gutes Gefühl für das Bike gehabt hatte, lief es bei meinem ersten Versuch [in Q2] zunächst nicht so gut. Ich war recht langsam, konnte mich im zweiten Versuch aber deutlich steigern. Eine 1:45,9er-Runde ist großartig und die Startposition ist auch sehr gut. Im Rennen wird es aber schwierig. Die richtige Reifenwahl wird entscheidend sein“, so Morbidelli.

Während die beiden Petronas-Yamaha-Piloten von P2 und P4 in den Grand Prix von Italien gehen, startet Maverick Vinales als der klar schnellere der beiden Yamaha-Werkspiloten von P7. Lokalmatador und Publikumsliebling Valentino Rossi geht derweil nur vom enttäuschenden 18. Startplatz ins Rennen.

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