Beim dritten Einsatz als Ersatz für Jorge Lorenzo muss Stefan Bradl erneut viel Testarbeit erledigen. Dadurch wird die Performance im Rennen extrem limitiert.

Honda-Ersatzpilot Stefan Bradl kam beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg mit etwa 32 Sekunden Rückstand als 13. ins Ziel und kassierte drei Punkte fürs Durchhalten. Bereits vor dem Rennen kritisierte der Zahlinger den Umfang der Testarbeit, die er im Rahmen des Rennwochenendes für Honda absolvieren musste. Während die anderen Piloten an den Abstimmungen arbeiteten, absolvierte Bradl Tests, um die RC213V für die Zukunft zu verbessern.

„Das Wochenende nahm es immer mehr zu“, ärgert sich Bradl über den Umfang der Tests. „HRC ist happy. Sie sind wirklich sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit ist sehr effektiv und auch sehr nützlich. Aber als Racer möchte man natürlich mehr. Das habe nicht ihnen auch gesagt.“

„An diesem Wochenende gab es auch technische Probleme im Qualifying und am Sonntag Morgen im Warm-up. Es haben uns technische Probleme getroffen, die wir so noch nie gehabt haben. Das kam unerwartet. Was soll ich sagen? Ich bin wieder mit einem komplett anderen Set-up ins Rennen gestartet. Das war aber auf meinen Wunsch passiert, weil wir das gesamte Wochenende tief in der Krise gesteckt haben“, berichtet Bradl, der ehemalige Moto2-Champion.

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Bradl: „Hatten nur zu kämpfen“

„Es ging weder vor noch zurück. Wir hatten nur zu kämpfen. Im Warm-up wollten wir die Abstimmung probieren, doch da machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Im Rennen bin ich mit einem komplett anderen Set-up gefahren“, berichtet Bradl.

„Wir haben radikal umgebaut. Natürlich hat es eine Weile gedauert, bis ich ein Gefühl hatte. Drei Punkte sind schlussendlich okay, aber der Rest des Wochenendes war nicht schön und nicht toll für einen Rennfahrer. Auch wenn ich Testfahrer bin, aber meine Motivation und mein Rennspirit sind noch da“, betont der Deutsche. Er fügt hinzu: „Das muss man für die Zukunft auch ein bisschen berücksichtigen.“

Honda entwickelt mit Hochdruck, um die RC213V weiter zu verbessern. „Die geben schon richtig Gas und brauchen sich auch keine Sorgen machen. Es läuft“, schildert Bradl, der HRC dennoch für die Strategie am Wochenende kritisiert: „Ich musste nicht mehr Teile testen als sonst, aber die Schritte waren radikal. Der Red-Bull-Ring ist keine Strecke, auf der man das sehr gut fühlt. Das wurde meiner Meinung nach ein bisschen unterschätzt.“