In Jerez musste sich Jorge Lorenzo unter anderem HRC-Testpilot Stefan Bradl geschlagen geben – ein Comeback als Stammpilot würde den Bayern reizen.

Honda-Testpilot Stefan Bradl setzte sich Anfang Mai beim Europa-Auftakt der MotoGP in Jerez stark in Szene und fuhr mit 13 Sekunden Rückstand als Zehnter ins Ziel. Es war Bradls erster Gaststart in der laufenden Saison. Werkspilot Jorge Lorenzo dagegen kam bei seinem vierten Grand Prix in Repsol-Farben fünf Sekunden hinter Bradl ins Ziel – und musste eine bittere Niederlage verkraften.

„Jerez war ein tolles Renn-Wochenende für mich“, freut sich Bradl rückblickend im Gespräch mit ServusTV. „Ich habe nicht allzu oft die Möglichkeit, an den Start zu gehen, und habe es echt genossen. Jetzt bin ich auch in einem Alter angekommen, in dem ich mit dem Druck besser umgehen kann und das Ganze auch mehr aufsaugen kann.“

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„Ich habe mich sehr wohl gefühlt auf dem Motorrad“, bemerkt der Zahlinger, der es sichtlich genoss, Werkspilot Lorenzo hinter sich gelassen zu haben: „Wie ich Jorge Lorenzo geschlagen habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Er war schlicht und einfach zu langsam“, kommentiert er.

„Ich bin gut ins Wochenende gekommen und habe sehr viel Unterstützung von meinem Team bekommen. Das hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren gut zusammengeschweißt. Wir haben immer eine sehr gute Stimmung im Team“, lobt er den Zusammenhalt im Honda-Testteam.

Starker Bradl betreibt Werbung in eigener Sache

Mit der Vorstellung in Jerez hat Bradl Werbung für sich selbst gemacht. Im November feiert er seinen 30. Geburtstag. Unendlich viel Zeit für ein MotoGP-Comeback bleibt nicht. Abgeschrieben hat Bradl die Rückkehr als Stammpilot noch nicht. „Das wäre natürlich super. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann würde ich sofort ja sagen“, erklärt er.

Aber Bradl möchte nicht um jeden Preis in die Königsklasse zurückkehren. „Die Konstellation muss auch passen. Ich bin jetzt sehr eng mit Honda verbunden und muss sagen, dass das sehr gut funktioniert“, schildert der ehemalige Moto2-Weltmeister.

„Im Fahrerlager geht es manchmal auch schnell. Es kann sein, dass sich eine Möglichkeit auftut. Aber da lasse ich noch ein bisschen Zeit vergehen und möchte meinen Job als Testfahrer so gut es geht erledigen. Mal sehen, was die Zeit bringt. Momentan bin ich sehr happy mit meiner aktuellen Situation, habe aber in Jerez gesehen, was mich reizt. Wenn es gut läuft am Renn-Wochenende, dann ist ein gutes Ergebnis am Sonntag unersetzbar“, so der Deutsche.

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